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Hochhaus-Evakuierung: Zeitpunkt für Wiedereinzug ungewiss

Anfang des Monats krachten Fassadenteile zu Boden, bald darauf mussten fast 190 Menschen ihre Wohnungen nur mit dem Nötigsten verlassen. Für sie gibt es nun eine weitere schlechte Nachricht.

Von dpa

27.06.2025

Eine zeitliche Prognose für den Wiederbezug ist den Angaben nach derzeit nicht möglich. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

Eine zeitliche Prognose für den Wiederbezug ist den Angaben nach derzeit nicht möglich. (Archivbild)Boris Roessler/dpa

© Boris Roessler/dpa

Nach der Evakuierung eines Hochhauses im südhessischen Babenhausen Anfang des Monats ist der Zeitpunkt für einen Wiedereinzug der Bewohner ungewiss. Bei einer Begehung am Donnerstag sei festgestellt worden, dass die Löschwasserversorgung nicht gesichert sei, sagte die Leiterin der Bauaufsicht des Kreises Darmstadt-Dieburg, Martina Löffler. „Ab dem dritten Stock kommt kein Wasser mehr.“ Bis dieses Problem nicht gelöst sei, könne der Wiederbezug nicht erfolgen. Eine zeitliche Prognose hierfür sei unmöglich. Zuständig seien die Hausverwaltung und die Eigentümergemeinschaft.

Vor der Begehung war davon ausgegangen worden, dass die 187 Bewohner nächste Woche in ihre Wohnungen in dem elfstöckigen Gebäude zurückkehren können. Die Menschen hatten bei der Evakuierung nur das Nötigste mitnehmen können, wie etwa Handys, benötigte Medikamente oder Nahrung für Kleinkinder und Babys. Von ihnen leben 55 Menschen, überwiegend Familien mit Kindern, immer noch in der Stadthalle, die als Notunterkunft eingerichtet worden war. Die anderen seien bei Verwandten, Freunden oder in Hotels untergekommen.

Unterkünfte besichtigt

 „Unser vordringliches Ziel ist es, die Menschen in privaten Unterkünften unterzubringen“, erklärte der Bürgermeister Dominik Stadler. Hierfür seien Maklerbüros und Eigentümergesellschaften kontaktiert worden. Die ersten Unterkünfte seien am Freitag bereits besichtigt worden. 

Das elfstöckige Hochhaus hatte geräumt werden müssen, nachdem Anfang des Monats nachts ein Teil der Fassade eingestürzt war. Verletzt wurde dabei niemand. Anfangs war von Reparaturarbeiten von zwei bis drei Wochen ausgegangen worden. Einsturzgefahr besteht den Angaben zufolge nicht.

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