Großschlag gegen mutmaßlichen europaweiten Drogenring
Mit Haftbefehlen und Razzien sind Ermittler in NRW, Spanien und Österreich gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen. Es geht unter anderem um tonnenweise Cannabis.
Über vier Tonnen Cannabis und weitere Drogen im Wert von mehr als elf Millionen Euro wurden sichergestellt. (Symbolbild)Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Mehr als vier Tonnen Cannabis, dazu kiloweise Kokain und Crack: Ermittler sind in Nordrhein-Westfalen, Spanien und Österreich gegen eine Gruppe mutmaßlicher Drogenhändler vorgegangen. Im Auftrag der Kölner Staatsanwaltschaft wurden 31 Privatwohnungen, Geschäftsräume und Verstecke durchsucht, wie die Behörde mitteilte. Zudem wurden neun Haftbefehle gegen Tatverdächtige im Alter von 24 bis 31 Jahren vollstreckt.
Insgesamt seien bislang 31 Beschuldigte im Fokus der Ermittler, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Führende Mitglieder der Gruppe sollen – so der Vorwurf – über Jahre hinweg einen über Ländergrenzen hinweg laufenden Drogenhandel orchestriert haben. Der Gesamtwert der Geschäfte liege nach bisherigem Ermittlungsstand bei mehr als elf Millionen Euro.
Die bisher nachgewiesenen Mengen der gehandelten Drogen sind ebenfalls beträchtlich: mehr als vier Tonnen Cannabis, mehr als 27 Kilogramm Kokain, etwa 1,5 Kilogramm Crack und rund 800 Liter Amphetaminöl. „Diese Menge Amphetaminöl reicht zur Herstellung von über drei Tonnen Amphetamin aus“, erklärte die Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen führte die Polizei Köln. Involviert waren aber auch zum Beispiel Europol sowie Ermittlungsbehörden in Spanien und Österreich.