Panorama

Fortsetzung der beliebten ZDF-Serie: Und Merz küsst Merz

Der Film „Geständnisse“ ist ein Muss für Fans der TV-Reihe „Merz gegen Merz“ mit Christoph Maria Herbst und Annette Frier. Die ganze Familie legt Geständnisse ab, mit einigen war so nicht zu rechnen.

Von Simone Andrea Mayer, dpa

21.05.2026

Da sitzen sie nun im Hotelflur: Überfordert von ihrer Familie und ihrem eigenen Lebensweg. Brendan Uffelmann/ZDF/dpa

Da sitzen sie nun im Hotelflur: Überfordert von ihrer Familie und ihrem eigenen Lebensweg. Brendan Uffelmann/ZDF/dpa

© Brendan Uffelmann/ZDF/dpa

„Wen nimmste mit? Da ist doch Party!“ Erik Merz bekommt einen Ehrenpreis vom Industrieverband. Aber dass ihn jemand zur Preisverleihung begleiten könnte, das hat er nicht bedacht. „Da gibt’s ja etliche, also einige“, murmelt er ausweichend auf die Frage seiner Kollegen. „Deine Ex-Frau oder wer?“ Tja, es wird genau die und es werden noch weitere Verwandte. 

Die Patchwork-Familie Merz ist zurück für einen dritten, abendfüllenden Spielfilm. Zu sehen ist die überraschende und berührende Episode „Geständnisse“ der Beziehungskomödien-Reihe „Merz gegen Merz“ heute um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen, außerdem ist der Film in der ZDF-Streamingplattform verfügbar.

„Merz gegen Merz“ - das sind Anne und Erik Herbst, dargestellt von Annette Frier und Christoph Maria Herbst. Ihre Serie drehte sich in drei Staffeln zwischen 2019 und 2021 um die Trennungsabsichten und Familien-Dramen des Damals-noch-Ehepaars - nach einer Idee des „Stromberg“-Autors Ralf Husmann. 2023 und 2024 wurde die Serie mit zwei Fernsehfilmen fortgesetzt, die nach der endlich erfolgten Scheidung des Paares ansetzen. 

„So hab‘ ich mir mein neues Leben nicht vorgestellt“

Nun, im dritten Film, stecken die beiden jeweils in Sackgassen: Zwar ist Preisanwärter Erik offensichtlich beruflich erfolgreich und denkt sogar darüber nach, „noch mal durchzustarten“. Aber er ist allein und einsam. 

Anne ist in einer Beziehung mit dem ewig fröhlichen, meist aufgedrehten Jonas (Nikolaus Benda), aber es kriselt beruflich wie privat. In der gemeinsamen Eventagentur mit Partner kann vom beruflichen Durchstarten nicht die Rede sein. Eher im Gegenteil: In ihren Auftragsbüchern herrscht Flaute und die beiden haben vom Business keinen Plan. Anne gesteht ihrem Ex Erik: „So hab‘ ich mir mein neues Leben nicht vorgestellt.“

Passiert das gerade wirklich?

Merz also berichtet Anne und seinem Sohn vom Ehrenpreis – und bittet sie, mit zur Verleihung für ein Wochenende in ein Wellness-Hotel zu kommen. Anne freut sich ehrlich für Erik, umarmt ihn - und er küsst sie überraschend. Kurz steht die Welt im Film still.

Da Annes neuer Partner an dem Tag der Verleihung „was mit der Band“ hat, fährt Anne ohne ihn zu Eriks Feier. Und dann stellt sich beim Check-in im Hotel auch noch heraus: Es gibt keine Zimmerreservierung für Anne. Es gehört natürlich zum wenig überraschenden Plot solcher Filme: Der Concierge schlägt vor, dass Erik und Anne sich ein Zimmer teilen. 

„Nee, wir sind ja geschieden. Leider“, entgegnet Anne. „Ich kann ja in der Badewanne pennen“, wirft Erik ein. Concierge: „Ihr Zimmer hat nur eine Dusche. Leider.“

„Ich wüsste nicht, mit wem ich hier lieber wäre“

Sie ziehen also zusammen, was für Erik zum Glücksfall wird („Ich wüsste nicht, mit wem ich hier lieber wäre“). Anne ist nach wie vor seine beste Beraterin und Freundin: Sie rettet sein Outfit für die Gala und sie hilft ihm, eine gute Dankesrede zu schreiben. Sie gehen zusammen ins Hotel-Spa – und haben eine „total gute“ Zeit. „Gute Zeiten konnten wir eigentlich immer“, stellt Erik fest. Anne entgegnet: „Ja, warum hatten wir dann eigentlich so viel von den schlechten?“

Man darf sich wundern und spätestens an der Stelle fragen: Kann es denn sein - wird gerade aus „Merz gegen Merz“ nach drei Staffeln und drei Abendfilmen „Merz und Merz“? 

Keine Sorge, ab hier wird nicht weiter gespoilert, in welche Wirrungen Anne und Erik geraten sind. Aber so viel sei vom Film noch verraten: Es kommen weitere Merz’sche Familienmitglieder zur Preisverleihung und natürlich entsteht das serientypische Durcheinander. Konflikte treten zutage, die bislang nicht ausgesprochen wurden. 

„Hör doch mal auf, hier rumzubossen“

Bei Annes und Eriks Sohn Leon (Philip Noah Schwarz) und seiner Partnerin kriselt es, obwohl sie ihr erstes kinderfreies Wochenende „seit Ewigkeiten“ haben. Soraya (Süheyla Ünlü) will ihr eigenes Unternehmen gründen, Leon könnte für sie arbeiten. Damit kommt der unbedarft durchs Leben purzelnde Leon nicht klar – und auch nicht mit dem grundsätzlichen Ehrgeiz seiner Partnerin („Hör doch mal auf, hier rumzubossen.“)

Besonders ergreifend ist die Weiterentwicklung der Geschichte von Annes Vater Ludwig (Michael Wittenborn), der einst auch mal Hoffnungen auf diesen Ehrenpreis hegte. Er ist dement, lebt aufgrund seiner Erkrankung im Heim und denkt, er selbst sei nun der Preisträger. Aber er realisiert trotz seiner zunehmenden Demenz einiges - etwa dass seine Frau Maria (Claudia Rieschel) ihn nicht mehr will. Und die bringt überraschend eine andere Frau mit zur Gala.

„Familie ist immer eine Schnapsidee“

Die Familienkomödie „Merz und Merz - Geständnisse“ ist gefüllt mit Ironie, bissigen Kommentaren, Situationskomik und Dialogen mit Schlagkraft. Und der Film ist zugleich berührend, weil es immer wieder um die Kernfragen geht: Was ist Familie - wirklich eine Schnapsidee, wie Erik findet? Und wie groß muss die Liebe sein, damit sie für ein gemeinsames Leben reicht?

Der Folgefilm heißt - passenderweise - „Entscheidungen“. Er ist bereits ab heute in der ZDF-Streamingplattform verfügbar und am 20. August um 20.15 Uhr im ZDF-Fernsehen zu sehen.

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