Panorama

Einsatz von NRW-Feuerwehrleuten in Spanien vorzeitig beendet

Nach einer langen Anreise endet der Einsatz der NRW-Feuerwehrleute in Spanien überraschend früh. Die Lage in den Waldbrandgebieten hat sich entspannt. NRW-Innenminister Reul wundert sich.

Von dpa

03.08.2026

Die spanischen Behörden hatten die deutschen Waldbrand-Spezialisten zur Unterstützung angefordert.Sven Kaeuler/dpa

Die spanischen Behörden hatten die deutschen Waldbrand-Spezialisten zur Unterstützung angefordert.Sven Kaeuler/dpa

© Sven Kaeuler/dpa

Nach nur eineinhalb Tagen ist der Löscheinsatz von Feuerwehrleuten aus Nordrhein-Westfalen im Nordwesten Spaniens schon wieder beendet. Die Entscheidung sei am Sonntagabend getroffen worden, sagte Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn der Deutschen Presse-Agentur. 

Die spanischen Behörden seien zu der Erkenntnis gekommen, dass die Lage sich entspannt habe, es werde daher keine externe Hilfe mehr benötigt. Die NRW-Spezialeinheit werde sich am späteren Vormittag auf den Rückweg nach Deutschland machen. Zuerst hatte der WDR berichtet. 

Innenminister hinterfragt Aufwand und Einsatzzeit 

NRW-Innenminister Herbert Reul äußerte sich verwundert. Die kurze Einsatzdauer mache ihn nachdenklich, teilte der CDU-Politiker mit. Nach einer dreitägigen Anreise sei der eigentliche Löscheinsatz bereits nach eineinhalb Tagen wieder beendet gewesen. „Das kann man als Erfolg verbuchen, aber natürlich muss man sich die Frage stellen, ob der Aufwand dieser kurzen Zeit gerecht wird.“ Die Einsatzkräfte aus NRW hätten durchaus noch einige Tage länger helfen können „und vor allem wollen“.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) wundert sich, dass die nach Spanien ausgeliehenen Feuerwehrleute nicht länger in Anspruch genommen worden sind. (Archivbild)Fabian Strauch/dpa

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) wundert sich, dass die nach Spanien ausgeliehenen Feuerwehrleute nicht länger in Anspruch genommen worden sind. (Archivbild)Fabian Strauch/dpa

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Erst am Samstag waren die Feuerwehrleute aus NRW mit ihrem Konvoi aus 21 Fahrzeugen am Einsatzort in der spanischen Region Kastilien-León angekommen. Die spanischen Behörden hatten das sogenannte Waldbrandmodul im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens angefordert. 

Seit Samstag im Einsatz

Die NRW-Einheit habe schon kurz nach der Ankunft den ganzen Tag gearbeitet und beim Löschen der letzten Flammen des großen Waldbrands geholfen, sagte Frenser. 

Die Feuerwehrleute müssen unter anderem Glutnester aufspüren und ablöschen.Sven Kaeuler/dpa

Die Feuerwehrleute müssen unter anderem Glutnester aufspüren und ablöschen.Sven Kaeuler/dpa

© Sven Kaeuler/dpa

Unter den 56 Einsatzkräften waren Berufs- und freiwillige Feuerwehrleute aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen sowie auch einige Einsatzkräfte aus Niedersachsen. „Es ist etwas überraschend, dass wir die Heimreise so früh antreten können“, sagte Frenser. Aber es sei auch eine gute Sache, dass die spanischen Einsatzkräfte die Lage nun offensichtlich im Griff hätten.

Reul dankte den Einsatzkräften für ihren Mut und ihre Professionalität: „Sie sind eilig nach Spanien aufgebrochen, um Menschenleben und Existenzen zu schützen - das verdient allergrößten Respekt.“

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