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EBU: ESC-Gastgeber darf kein Konflikt-Land sein

Der Eurovision Song Contest lockt Zehntausende Fans in die jeweilige Gastgeberstadt. Die EBU will dafür sorgen, dass sich alle von vornherein sicher fühlen können. Auch sonst gibt es Änderungen.

Von dpa

12.08.2026

Künftig muss ein Land eine stabile Sicherheitslage vorweisen, damit es als ESC-Gastgeber infrage kommt. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

Künftig muss ein Land eine stabile Sicherheitslage vorweisen, damit es als ESC-Gastgeber infrage kommt. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

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Der Eurovision Song Contest (ESC) soll künftig nur in Ländern mit stabiler Sicherheitslage stattfinden. Das legt das neue Regelwerk der Europäischen Rundfunkunion (EBU) fest. Das Siegerland komme automatisch nicht mehr als Gastgeber infrage, „falls ein bewaffneter Konflikt, eine heikle geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich beeinträchtigt“, teilte die EBU weiter mit. 

Bei Bedarf könne die EBU eine unabhängige Sicherheitsbewertung der Region des Gewinners in Auftrag geben. Sollte das siegreiche Mitglied als nicht geeignet für die Ausrichtung eingestuft werden, werde die EBU einen alternativen gastgebenden Rundfunksender bestimmen. Die Organisation nennt kein konkretes Beispiel. Allerdings belegte Israel beim diesjährigen ESC in Wien Platz zwei. Beim Gewinn des Song-Contests wäre Israel das nächste Gastgeberland gewesen. Das Land ist am Iran-Krieg beteiligt. 

Live-Auftritte, keine vorproduzierten Stimmen

Außerdem wird nach den neuen Regeln das Mindestalter der Künstler und Künstlerinnen von jetzt 16 auf 18 Jahre erhöht. Damit sollen nicht mehr besonders junge Menschen dem Druck des Wettbewerbs ausgesetzt sein.

Die EBU will die Sicherheit von Teilnehmern und Gästen des ESC erhöhen. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

Die EBU will die Sicherheit von Teilnehmern und Gästen des ESC erhöhen. (Archivbild)Jens Büttner/dpa

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Beim Gesang legt die EBU noch einmal fest, dass Auftritte des Frontsängers oder der Frontsängerin live sein müssen und nicht durch vorproduzierte Stimmen unterstützt werden dürfen. „Diese Präzisierung soll die Integrität jedes Auftritts wahren und sicherstellen, dass das Publikum bei jedem vorgetragenen Lied den Lead-Gesang live hört“, so die EBU. 

Der Wettbewerb entwickle sich stets weiter, sagte ESC-Direktor Martin Green. Die jährliche Überprüfung des Regelwerks sei ein wichtiger Schritt, damit der Wettbewerb für alle Beteiligten fair und transparent bleibe. Der ESC gilt als größter Musikwettbewerb der Welt. Nach dem Sieg der Sängerin Dara 2026 findet der nächste Song-Contest in Bulgarien statt.

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