Panorama

Cordula Stratmann verliert bei Eltern am Handy die Nerven

Cordula Stratmann findet, das Elternsein muss man richtig angehen. Freundschaft zwischen Mutter und Tochter ist für die Familientherapeutin ein No-Go.

Von dpa

10.01.2025

Die Familientherapeutin Cordula Stratmann mag Kompromisse und glaubt, dass wir in der Politik ebenfalls welche brauchen. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

Die Familientherapeutin Cordula Stratmann mag Kompromisse und glaubt, dass wir in der Politik ebenfalls welche brauchen. (Archivbild)Henning Kaiser/dpa

© Henning Kaiser/dpa

Die Komikerin und Familientherapeutin Cordula Stratmann ist genervt von Eltern am Handy. „Wenn ich Eltern in der Straßenbahn oder Zug sehe, die anstatt im Kontakt mit dem Kind am Handy sind, während ihr Kind sie etwas fragt und sie nicht reagieren“, sagte die 61-Jährige in der Sendung „Silvia am Sonntag“ von Hit Radio FFH. „Da verliere ich wirklich die Nerven“, führte Stratmann aus.

Kinder zu haben, sei eine der größten Aufgaben, die man übernehmen könne. „Und wenn du die Traute hast und sagst, das mache ich, dann musst du richtig ran. Und ganz ehrlich, es ist doch auch irre lustig.“

Mutter ist Mutter 

Die Familientherapeutin Stratmann sieht Eltern allerdings nicht als Freunde ihrer Kinder: „“Meine Mutter ist meine beste Freundin“ ist kein guter Satz.“ Sie wünsche keiner Tochter, dass die Mutter die beste Freundin ist. „Das fände ich traurig. Die Mutter ist die Mutter der Tochter. Und das ist eine exklusive, wirklich wunderbare Beziehung.“

Zudem ist die Komikerin („Schillerstraße“, „LOL: Last One Laughing“) Fan von Kompromissen - auch mit Blick auf die kommende Bundestagswahl. „Unser ganzes Leben ist die Aufgabe – findet Lösungen, findet Kompromisse“. Auch politisch müssten wir das akzeptieren, sagte Stratmann. 

„Wir werden auch weiter mit Konstellationen zu tun haben, die darauf angewiesen sind, miteinander harte Diskussionen führen zu müssen“, sagte sie. Sie wisse, wie wichtig es ist, sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen. „Ich muss die Perspektive des anderen immer mal wieder einnehmen können.“ So sei man nicht mehr so verhärtet.

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