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Busbrand: Verdächtiger hatte wohl psychische Probleme

In einem kleinen Ort in der Schweiz brennt ein Linienbus völlig aus. Sechs Menschen sind tot, mehrere verletzt. Was sagen die Behörden am Tag nach dem Inferno?

Von dpa

11.03.2026

Der Bus brannte völlig aus.--/KANTONSPOLIZEI FREIBURG/dpa

Der Bus brannte völlig aus.--/KANTONSPOLIZEI FREIBURG/dpa

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Der mutmaßliche Täter des tödlichen Brandes in einem Linienbus in der Schweiz hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg wohl psychische Probleme. Der Schweizer werde als Person beschrieben, die am Rande der Gesellschaft lebte und gestört gewesen sei, sagte Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin in einer Pressekonferenz. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann unter den Todesopfern ist.

Bei dem Feuer in der Gemeinde Kerzers im Kanton Freiburg starben nach Angaben der Behörden insgesamt sechs Menschen. Fünf Menschen wurden teils schwer verletzt. Unter den Verletzten war ein Sanitäter.

Zeugen: Mann zündete sich im Bus an

Der mutmaßliche Brandstifter sei mit Säcken in den Bus eingestiegen und habe sich nach Angaben von Zeugen eigenartig verhalten, sagte der Staatsanwalt. Plötzlich habe sich der Mann mit einer entflammbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet. 

Der Brand ereignete sich nach Angaben der Polizei am Dienstagabend gegen 18.25 Uhr. Das Feuer breitete sich nach Angaben von Behördenvertretern rasch aus. Das Fahrzeug brannte auf einer Hauptstraße im Ortszentrum von Kerzers völlig aus. 

Die kleine Gemeinde mit knapp 5.600 Einwohnern in der Nähe von Bern liegt in einer der wichtigsten Gemüseanbauregionen der Schweiz.

Brand erschüttert Region

Die Schweizer Politik reagierte entsetzt auf das Unglück. Im etwa 26 Kilometer entfernten Bern gedachten beide Kammern des Parlaments der Todesopfer, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. „Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus“, sagte Nationalratspräsident Pierre-André Page.

Der Busbrand folgt auf das Silvester-Inferno von Crans-Montana, das weiterhin die Öffentlichkeit und die Behörden in der Schweiz beschäftigt. Zum Jahreswechsel brach in einer Bar ein verheerender Brand aus. Es gab 41 Todesopfer, Dutzende Menschen wurden verletzt. „Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH (Schweiz, Anm.) bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind“, schrieb Bundespräsident Guy Parmelin auf der Plattform X.

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