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Barmer: Mehr junge Menschen in Berlin leiden an Depressionen

Keine Hobbys, keine Freunde treffen: Die Einschränkungen während der Corona-Pandemie haben bei jungen Menschen deutliche Spuren hinterlassen. Das zeigt sich auch in Berlin.

Von dpa

08.11.2024

Mehrere Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit besonders gelitten haben und Depressionen und Essstörungen zunahmen, vor allem bei Mädchen (Symbolbild).Jonas Walzberg/dpa

Mehrere Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit besonders gelitten haben und Depressionen und Essstörungen zunahmen, vor allem bei Mädchen (Symbolbild).Jonas Walzberg/dpa

© Jonas Walzberg/dpa

In Berlin leiden nach Angaben der Barmer-Krankenkasse mehr junge Menschen an Depressionen als noch vor einigen Jahren. Zwischen 2018 und 2023 ist die Zahl der Diagnosen im Alter von 5 bis 24 Jahren um rund 39 Prozent gestiegen, wie die Krankenkasse mitteilte. Demnach wurde 2018 bei rund 14.500 Kindern und Jugendlichen eine depressive Episode diagnostiziert, 2023 waren es knapp 20.100 Betroffene. 

Die Ergebnisse beruhen auf Hochrechnungen. Die Barmer hat in Berlin einen Marktanteil von 12,5 Prozent und in der untersuchten Altersgruppe rund 18.000 Versicherte.

Größter Anstieg während Corona-Pandemie

Den größten Anstieg innerhalb eines Jahres gab es den Angaben zufolge nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Für 2020 geht die Barmer von etwa 16.000 Betroffenen aus, für 2021 von rund 18.600. 

Die Situation in Berlin spiegelt einen bundesweiten Trend wider. Mehrere Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche in der Corona-Zeit besonders gelitten haben und Depressionen und Essstörungen zunahmen, vor allem bei Mädchen.

Vor allem Mädchen und junge Frauen betroffen

Auch in Berlin litten vergangenes Jahr vor allem Mädchen und junge Frauen an Depressionen (rund 71 Prozent der Betroffenen), wie die Barmer mitteilte.

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention bietet die Barmer ab sofort für alle offene kostenlose Online-Kurse für mentale Erste Hilfe an. Dabei gehe es darum, erste Anzeichen psychischer Belastung bei sich selbst und Anderen zu erkennen.

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