Zoo Dresden nimmt Abschied von Löwin Layla
Nicht nur für die Tierpfleger ist der Abschied von Löwin Layla schmerzlich. Die betagte Raubkatze gehörte zu den Attraktionen des Dresdner Zoos.
Der Zoo Dresden hat seine schwerkranke Löwin Layla eingeschläfert (Archivbild). picture alliance / dpa
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Der Dresdner Zoo trauert um seine Löwin Layla. Man habe sich schweren Herzens entschlossen, die 2005 geborene Löwin einzuschläfern, teilte der Zoo mit. Trotz ihres hohen Alters habe sich Layla in den vergangenen Jahren meistens gesund gezeigt, mehrfach in kurze Phasen aber auch unleidlich und abgeschlagen gewirkt.
Vor drei Jahren wurde Nierenerkrankung diagnostiziert
Nach Angaben des Zoos wurde 2023 bei Layla eine beginnende Nierenerkrankung festgestellt - damals größtenteils noch ohne Symptome. „Dennoch rechneten wir stets damit, dass ihre Krankheit, die nicht heilbar ist, früher oder später zu Symptomen führen würde. In den vergangenen Monaten waren bei Layla nun ein stetiger Verlust an Körpermasse und häufigere Phasen mit geringem Appetit und reduziertem Wohlbefinden zu verzeichnen.“
Zustand der Löwin verschlechterte sich rapide
In den vergangenen Tagen habe sich der Allgemeinzustand der Löwin stark und rapide verschlechtert, hieß es weiter. „Sie zeigte sich müde und teilnahmslos, verweigerte vermutlich aufgrund von Übelkeit jegliche Futteraufnahme und bereits geringe Belastungen strengten sie extrem an.“ Zuletzt sei sie beinahe vollkommen apathisch gewesen. Um ihr weiteres Leid zu ersparen, habe man entschieden, die Löwin zu erlösen.
Layla bescherte dem Dresdner Zoo Löwennachwuchs
Layla wurde am 15. November 2005 im Zoo Amsterdam geboren und wuchs dort mit anderen Junglöwen auf. Seit dem 25. Juli 2007 lebte Layla im Zoo Dresden, wo sie gemeinsam mit dem Kater Jago die damals neu eröffnete Löwenanlage im historischen Raubtierfelsen bezog. Mit den 2012 geborenen Zwillingen Abaja und Damien wuchs das Dresdner Rudel zwischenzeitlich auf vier Tiere an. Nach dem Tod von Jago im April 2022 war Layla die Chefin in der Gruppe.
„Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger bezeichneten sie als selbstbewusstes und freundliches Tier“, teilte der Zoo mit. Als letzter Löwe verbleibe nur noch Damien in Dresden. Da er vorerst ohne Artgenossen auskommen muss, werde sich die Tierpflege umso intensiver um ihn kümmern.