Zahl der Pendler in Sachsen-Anhalt leicht gesunken
Viele Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt arbeiten weiterhin außerhalb des Bundeslands. Neue Zahlen zeigen jedoch eine leichte Veränderung.
Viele Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt pendeln zur Arbeit in benachbarte Bundesländer - besonders nach Sachsen und Niedersachsen (Symbolbild) Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Die Zahl der Berufspendler von und nach Sachsen-Anhalt ist leicht zurückgegangen. Im Juni vergangenen Jahres arbeiteten rund 148.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnsitz im Land in einem anderen Bundesland, wie aus einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Das waren etwa 600 weniger als ein Jahr zuvor.
Damit pendelte etwa jeder fünfte Beschäftigte mit Wohnort in Sachsen-Anhalt zur Arbeit über die Landesgrenze. Die meisten Auspendler arbeiteten in Sachsen (38.600), Niedersachsen (37.400) und Thüringen (14.800).
Viele Fachkräfte unter den Auspendlern
Die Mehrheit der Auspendler sind Fachkräfte. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiteten 83.300 als Fachkräfte, 43.900 als Spezialisten oder Experten und 21.700 in Helferberufen. Besonders häufig waren sie im verarbeitenden Gewerbe (27.800), im Handel sowie in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (18.600), im Bereich Verkehr und Lagerei (14.700) sowie im Baugewerbe (13.700) tätig.
Auch weniger Einpendler
Auch die Zahl der Einpendler nach Sachsen-Anhalt sank leicht. Im Juni 2025 arbeiteten rund 75.700 Menschen aus anderen Bundesländern im Land, ein Jahr zuvor waren es noch 76.200. Die meisten Einpendler kamen aus Sachsen (25.800), Niedersachsen (9.600), Thüringen (9.600) und Brandenburg (7.400). Zusätzlich pendelten etwa 5.400 Beschäftigte aus dem Ausland nach Sachsen-Anhalt zur Arbeit.
Arbeitsmarktentwicklung als Grund
„Dass sowohl Ein- als auch Auspendler leicht zurückgegangen sind, hängt auch mit der schwächeren Beschäftigungsentwicklung zusammen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens. Wenn insgesamt weniger Jobs entstünden, bewegten sich auch weniger Menschen zwischen den Bundesländern.
Rund jeder fünfte Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt arbeitet in einem anderen Bundesland (Symbolbild) Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
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