Zahl der Organspenden in Schleswig-Holstein gestiegen
392 Patientinnen und Patienten im Norden warten derzeit auf ein Spenderorgan. Gleichzeitig ist die Zahl der gespendeten Organe im Land leicht gestiegen. Immer noch gibt es aber zu wenige Spender.
Ärzte bereiten eine Organtransplantation vor. Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
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In Schleswig-Holstein ist die Zahl der gespendeten Organe leicht gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) herausgegeben hat. Anlass ist der Tag der Organspende am 6. Juni.
Demnach sind von Januar bis Ende Mai dieses Jahres 47 Organe in Schleswig-Holstein entnommen und später bundesweit oder im Ausland transplantiert worden. 2025 waren es im gleichen Zeitraum 34 Organe, 2024 von Januar bis Ende Mai 23.
Auch die Zahl der in Schleswig-Holstein transplantierten Organe ist von Januar bis Ende Mai auf 51 gestiegen (2025: 48, 2024: 41). Insgesamt gab es in Schleswig-Holstein aber nur 13 Organspender (2025: 11, 2024: 8).
Vor allem Nierenspenden werden benötigt
Ende Mai dieses Jahres standen in Schleswig-Holstein 392 Patienten auf der Warteliste für eine Organspende. Insgesamt 404 Organe wurden benötigt, mehr als die Hälfte davon sind Nieren (228).
Rechnerisch kommen in Schleswig-Holstein 17,2 Organspender auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Hamburg liegt in dieser Statistik an der Spitze mit 35 Spendern pro einer Million Einwohnerinnen und Einwohner, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 18,5 Spender. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 13,1.
Bundesweit ist die Zahl der Organspender von Januar bis Ende Mai um 6,1 Prozent auf 452 gestiegen, 2025 waren es zu diesem Zeitpunkt 426, 2024 waren es 382. Die Anzahl der gespendeten Organe liegt bei 1.405, ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2025 (1.253). 2024 waren es Ende Mai 1.140. Auch die Zahl der transplantierten Organe stieg bundesweit um 8,3 Prozent auf 1.464, vor einem Jahr waren es 1.352, vor zwei Jahren 1.231 Organe.