Woidke zeichnet Engagement von elf Brandenburgern aus
Brandenburgs Ministerpräsident hat elf Menschen für ihre Leistungen für die Gemeinschaft geehrt. Er machte eines deutlich: Engagement ist keine Selbstverständlichkeit und verdient Anerkennung.
Gabriele Wolter wurde für ihr berufliches Engagement geehrt.Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat elf Männer und Frauen mit der Verdienstmedaille des Landes Brandenburg ausgezeichnet. „Was sie alle hierher bringt, ist genau diese Tatsache, dass sie sich normalerweise im Leben eher selten zurücklehnen“, sagte er in Richtung der Preisträger. „Sie setzen sich ein.“
Aktuell brauche es wieder mehr Gemeinschaft, betonte der Ministerpräsident. „Wir haben sie vielleicht nie so dringend gebraucht wie gerade in diesen Tagen, in denen manch einer die Unterschiede mehr betont als all das, was uns miteinander verbindet.“
Kontinuierlich und über viele Jahre hinweg, immer verlässlich und immer zugewandt hätten die Prämierten mit ihrer Arbeit eine Grundlage für eine Gemeinschaft hergestellt. „Ein solches Engagement ist alles andere als selbstverständlich, und deswegen verdient dieses Engagement auch eine ganz besondere Ehre“, so Woidke.
Welche Verdienste wurden ausgezeichnet?
Unter den Preisträgern war etwa Heidemarie Harth, die sich seit über 50 Jahren ehrenamtlich im Sport, im Karneval und in der Kommunalpolitik engagiert – vor allem in Lindow (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). So gründete sie etwa schon 1974 den Lindower Karnevalverein mit. „Über ein halbes Jahrhundert engagiert zu sein, das schaffen nicht allzu viele Menschen“, sagte Woidke zu ihr.
Woidke übergab gleich elf Verdienstmedaillen.Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa
Jürgen Brauße aus dem Landkreis Teltow-Fläming ehrte der Ministerpräsident für seinen Kampf für den Erhalt der Bienen. Brauße hat dabei vor allem auf künstliche Bienenbesamung gesetzt. Die Varroamilbe versucht er, ohne den Einsatz von chemischen Bekämpfungsmitteln in Schach zu halten. Die Milbe befällt unter anderem die Bienenbrut und kann für die Insekten gefährliche Krankheitserreger übertragen. „Sie haben eindrucksvoll gezeigt, was für Perspektiven es im Kampf gegen Schädlinge für die Imkerei gibt“, lobte Woidke.
Im beruflichen Kontext wird Gabriele Wolter ausgezeichnet. Sie engagiert sich laut der Staatskanzlei seit mehr als 40 Jahren für die Gesundheitsversorgung in Brandenburg an der Havel und hat als Geschäftsführerin das städtische Klinikum „zu einem modernen Schwerpunkt- und Universitätsklinikum mitentwickelt“.
Preis gibt es seit 2024
Die Auszeichnung wird nach Angaben der Staatskanzlei „für ehrenamtliches Engagement, herausragende berufliche oder unternehmerische Leistungen sowie für besondere Einzelleistungen verliehen“. 2024 hatte die Landesregierung den Preis ins Leben gerufen.
Gabriele Wolter hat wesentlich beim Aufbau des Universitätsklinikums in Brandenburg an der Havel mitgewirkt.Jens Kalaene/dpa
© Jens Kalaene/dpa