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Wie Hospize in Rheinland-Pfalz aufgestellt sind

Schwerstkranke und sterbende Menschen möglichst human begleiten: Das haben sich stationäre und ambulante Hospize vorgenommen. Ein Überblick.

Von dpa

24.08.2026

Hospize sind auf Ehrenamtliche und Spenden angewiesen. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

Hospize sind auf Ehrenamtliche und Spenden angewiesen. (Symbolbild)Hannes P. Albert/dpa

© Hannes P. Albert/dpa

Möglichst humanes Sterben ermöglichen und dafür geeignete Strukturen schaffen: Das will die Hospiz-Bewegung. Für Erwachsene gibt es 22 solcher stationären Einrichtungen in Rheinland-Pfalz. Fünf weitere sind in Planung oder im Bau, wie das Gesundheitsministerium in Mainz berichtete. 

Im Durchschnitt sind Erwachsene demnach 22 bis 38 Tage in einem solchen Hospiz. Ein stationäres Hospiz als Sterbeort komme bei geschätzt vier bis fünf Prozent aller Sterbefälle in Betracht.

Ehrenamtliche und Spenden sind wichtig

Dazu kommen nach Angaben der Krankenkasse AOK 46 ambulante Hospizdienste. Sie hätten 2025 mehr als 5.300 Patientinnen und Patienten engmaschig, vertrauensvoll und verantwortungsbewusst begleitet. Mit mehr als 3,3 Millionen Euro unterstütze die AOK auch 2026 die ambulante Sterbebegleitung in Rheinland-Pfalz. 

„Hospizarbeit bedeutet, schwerstkranken und sterbenden Menschen am Ende ihres Weges, in der letzten Lebensphase, zur Seite zu stehen“, sagte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Die Hospizarbeit werde ganz wesentlich von Ehrenamtlichen unterstützt.

„Dem überwiegenden Wunsch der Menschen folgend, ihre letzte Lebensphase im häuslichen Umfeld zu verbringen, wird primär eine ambulante Betreuung angestrebt.“ Dies gelte insbesondere für Kinder und Jugendliche. 

Ein Kinderhospiz gibt es in Rheinland-Pfalz 

Das einzige rheinland-pfälzische Kinderhospiz befindet sich in Mainz. „Kinderhospize sind Rückzugsorte für schwerstkranke Kinder und Jugendliche und deren Familien, in denen sie sich für einen umgrenzten Zeitraum von den Strapazen der ansonsten zu Hause stattfindenden Pflege erholen können“, erläuterte ein Ministeriumssprecher. 

Der Bau stationärer Hospize werde größtenteils aus Spenden oder anderen nicht öffentlichen Mitteln finanziert. Das Land Rheinland-Pfalz gewähre in Ausnahmefällen einen Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro. Die laufenden Kosten im Falle eines Hospizaufenthaltes werden zu 95 Prozent durch die Krankenkassen gedeckt, die restlichen 5 Prozent aus privaten Mitteln.