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Werder-Sportchef Fritz über Kritik: „Es macht was mit mir“

Clemens Fritz spricht in einem Interview über anonyme Kritik im Netz. Beim Thema Boniface gibt der Bremer Sportchef Fehler zu.

Von dpa

04.04.2026

In der Kritik: Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz. (Archivbild)Carmen Jaspersen/dpa

In der Kritik: Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz. (Archivbild)Carmen Jaspersen/dpa

© Carmen Jaspersen/dpa

An Clemens Fritz ist die teils scharfe Kritik an seiner Person nicht spurlos vorübergegangen. „Es macht was mit mir“, sagte der Profifußball-Geschäftsführer des SV Werder Bremen in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Auf der Sachebene ist alles an Kritik okay. Doch sollte es niemals persönlich werden. Vor allem das Verstecken hinter Pseudonymen im Internet stört mich.“

Die Bremer kämpfen um den Verbleib in der Bundesliga. Einige bislang nicht erfolgreiche Transfers wie der von Stürmer Victor Boniface werden Fritz angelastet. „Aus heutiger Sicht war das eine Fehleinschätzung“, gab der 45 Jahre alte Ex-Profi mit Blick auf Boniface zu. Der 25-Jährige kehrte nun zwar auf den Trainingsplatz zurück, ist nach seinen Knieproblemen aber noch kein Kandidat für den Werder-Kader.

Fritz: „Ich sehe mich nicht als Sündenbock“

„Ich sehe mich nicht als Sündenbock“, antwortete Fritz auf die Frage, ob es ein Zeichen der Zeit sei, dass ein Schuldiger gefunden werden müsse. Fans hatten vor einigen Monaten eine digitale Petition gestartet, die eine außerordentliche Mitgliederversammlung zur Bewertung der Amtsführung von Fritz zum Ziel hatte.

Ein Antrag auf Einberufung braucht eine Mindestanzahl an Stimmen. Die überwiegend anonymisierte Online-Unterschriftensammlung ersetze jedoch nicht das satzungsgemäße Verfahren und bilde keine Grundlage für eine Einberufung, teilte der Club zuletzt mit.

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