Weniger Kita-Kinder - doch Brandenburgs Plätze bleiben
Auch die Kitas bekommen den demografischen Wandel zu spüren: Die Zahl der betreuten Kinder sinkt. Das Statistische Landesamt legt aktuelle Zahlen vor.
Jacken hängen in einer Kita. (Symbolbild)Patrick Pleul/dpa
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In Brandenburg geht die Zahl der Kita-Kinder weiter zurück. Im vergangenen Jahr wurden etwa 2,7 Prozent weniger betreut als noch 2025, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Die Zahl der Betreuungsplätze in der Hauptstadtregion blieb dagegen mit rund 429.000 nahezu unverändert. Auf Brandenburg entfielen davon rund 192.146 Plätze in überwiegend öffentlichen und privaten Einrichtungen.
Besonders hoch war die Betreuungsquote bei den 3- bis unter 6-Jährigen: 97,7 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe wurden im vergangenen Jahr in einer entsprechenden Einrichtung betreut (Stand Frühjahr 2026). Bei den unter 3-Jährigen war es mehr als die Hälfte der rund 75.000 Kinder. Die höchste Betreuungsquote verzeichnete Märkisch-Oderland mit 60,1 Prozent.
Den stärksten Nachfragerückgang gab es laut Statistischem Landesamt in der Tagespflege. Dort wurden 15,6 Prozent weniger Kinder betreut. Die Zahl der Tagesmütter und -väter sank nahezu proportional um 14,1 Prozent auf 480 Stück.
Große Unterschiede zwischen Berlin und Brandenburg
Bei der Ganztagsbetreuung und den Mittagsangeboten liegt Brandenburg deutlich hinter Berlin. Während in der Hauptstadt mehr als die Hälfte der Kinder ganztags betreut wurden, waren es in Brandenburg nur etwas mehr als ein Drittel. Während in Berlin zudem nahezu alle Kinder ein Mittagsangebot nutzten, waren es in Brandenburg rund 80 Prozent.
Auch bei der Herkunft der Kinder unterscheiden sich die beiden Regionen deutlich: In Brandenburg hatte nicht einmal jedes sechste Kind (17 Prozent) mindestens ein Elternteil mit ausländischen Wurzeln. In Berlin lag der Anteil dagegen bei 41,7 Prozent.