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Warntag funktioniert - mit Ausnahme lokaler Probleme

Um 11.00 Uhr wurden die Menschen in Hessen vorsätzlich aufgeschreckt. Der Innenminister zeigt sich in einer ersten Bilanz zufrieden - in der Rhön gab es aber auch lokale Probleme.

Von dpa

10.09.2026

Nur eine Probe: Auf einem Handy ist die Warnmeldung zu sehen.Jens Büttner/dpa

Nur eine Probe: Auf einem Handy ist die Warnmeldung zu sehen.Jens Büttner/dpa

© Jens Büttner/dpa

Um 11.00 Uhr brummten die Handys, Sirenen heulten. Zum bundesweiten Warntag wurde am Donnerstag auch in Hessen Alarm ausgelöst – aber nur zur Probe. Nach einer ersten Einschätzung des Innenministeriums in Wiesbaden verlief die Aktion erfolgreich, mit Ausnahme einzelner lokaler Probleme und Verzögerungen. 

„Die ersten Rückmeldungen aus den Landkreisen, kreisfreien Städten und Kommunen sind nach aktuellem Stand positiv. Die Warnungen des sechsten bundesweiten Warntages verliefen in Hessen ohne größere Störungen“, sagte Innenminister Roman Poseck (CDU). Eine genauere Auswertung solle nun folgen.

Probleme im Bereich Gersfeld in der Rhön

Es sei aber auch teilweise eine Verzögerung bei der Zustellung der Warnung über die Warn-Apps festgestellt worden. Und: Im Bereich Gersfeld (Rhön) kam es aufgrund einer Telekom-Störung zu Problemen bei der Warnung.

Der Warntag habe einmal mehr gezeigt, „wie wichtig es ist, dass die Bevölkerung zu jeder Zeit und an jedem Ort alarmiert werden muss, wenn ein Krisenfall naht oder eintritt.“ Wenn es darauf ankommt, müssten alle Warnsysteme funktionstüchtig sein. Lücken könnten bei solchen Aktionstagen systematisch erfasst werden. „Vorsicht ist besser als Nachsicht“, sagte der Minister.

Wie lief der Warntag konkret ab?

Durch die Alarmierung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK) ging es pünktlich um 11.00 Uhr los, neben Sirenen auch auf Warn-Apps, im Rundfunk und über Cell Broadcast. Auch die Einbindung
von Rundfunk und Fernsehen zur Verteilung der Warninformation habe wie geplant stattgefunden, hieß es beim Ministerium.

In Hessen startete demnach die Leitfunkstelle Kassel den Sirenenalarm als zentrale Warnstelle für das gesamte Landesgebiet mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“. 

Mehr als 4.000 Sirenen in Hessen

Laut Innenministerium kann eine Warnung etwa wegen einer Bedrohung der Bundesrepublik von außen, bei Großschadenslagen, wegen Einsätzen der Feuerwehr oder bei Polizeieinsätzen, etwa bei Terrorlagen, erforderlich sein. Der Warntag sei ein wichtiges Instrument gesellschaftlicher Resilienz, hieß es.

Nach aktuellem Stand sind nach Angaben des Ministeriums 4.074 Sirenen in Hessen aktiv - davon seien 85 Prozent digital. Mit Digitalfunk könnten großflächige Sirenenalarmierungen innerhalb von ein bis zwei Sekunden ausgelöst werden.

Kleinere Verzögerungen bei älteren Sirenen

Ältere Sirenen wurden danach von den zentralen Leitstellen der Landkreise beziehungsweise kreisfreien Städte alarmiert. Dieser Prozess führte den Angaben zufolge zu einer kleinen zeitlichen Verzögerung in der Alarmierung und verdeutlichte, wie wichtig die flächendeckende Umrüstung auf Digitalfunktechnik in Hessen weiterhin ist.