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Warnstreik bei der Leipziger Messe

Bei der Leipziger Messe stecken die Tarifverhandlungen nach Einschätzung der Gewerkschaft fest. Deswegen ruft sie die Beschäftigten zum Warnstreik auf.

Von dpa

08.09.2026

Die Beschäftigten hoffen auf eine bessere Bezahlung.Jan Woitas/dpa

Die Beschäftigten hoffen auf eine bessere Bezahlung.Jan Woitas/dpa

© Jan Woitas/dpa

Beschäftigte der Leipziger Messe haben sich am Morgen zu einem Warnstreik versammelt. Sie versuchten damit, Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen zu machen. Nach Angaben eines dpa-Reporters beteiligten sich rund 90 Menschen an dem Ausstand. 

Die Gewerkschaft stuft das bisherige Angebot der Geschäftsführung von 4,2 Prozent mehr Lohn für 24 Monate plus eine Einmalzahlung als inakzeptabel ein. Es sei ein Angebot, dem es völlig an Wertschätzung mangele. 2025 hatte die Messe laut Geschäftsbericht 438 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Rund 90 Prozent der Beschäftigten bei der Leipziger Messe liegen laut Gewerkschaft mit ihrem Einkommen unter dem Medianlohn in Deutschland. Voriges Jahr betrug dieser Wert laut Statistischem Bundesamt 54.066 Euro brutto. Median bedeutet, dass die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag verdiente, während die andere Hälfte weniger bekam. 

Geschäftsführung: Verdi-Forderung „nicht darstellbar“

Die Geschäftsführung der Leipziger Messe lehnt die Forderungen der Gewerkschaft ab. Verdi verlange eine Entgelterhöhung, eine Arbeitszeitverkürzung sowie zusätzliche Leistungen - unterm Strich rund 13 Prozent mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. „Ein Abschluss in dieser Größenordnung ist nicht darstellbar“, erklärte Geschäftsführer Markus Geisenberger. 

Die Leipziger Messe, die mit ihren Gesellschaftern Stadt Leipzig und Freistaat Sachsen in öffentlicher Hand ist, hat erst seit 2022 einen Tarifvertrag. Die Verhandlungen sollen laut Verdi am 10. September fortgesetzt werden.

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