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Warnstreik an der Uniklinik Greifswald

Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder wollen die Gewerkschaft den Druck erhöhen. In Greifswald kam es zu Warnstreiks an der Uniklinik. Rostock soll am Mittwoch folgen.

Von dpa

27.01.2026

Warnstreiks sollen Forderungen der Gewerkschaft Nachdruck verleihen. Stefan Sauer/dpa

Warnstreiks sollen Forderungen der Gewerkschaft Nachdruck verleihen. Stefan Sauer/dpa

© Stefan Sauer/dpa

An der Universitätsmedizin Greifswald haben sich Beschäftigte von verschiedenen Stationen und Fachabteilungen an einem Warnstreik beteiligt. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen nach übereinstimmenden Angaben der Gewerkschaft Verdi und der Polizei an einem Demonstrationszug durch die Innenstadt teil. Hintergrund sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder. 

Sprecher forderten von der Landesregierung eine faire Bezahlung. Die Beschäftigten sorgten unter schwierigen Bedingungen dafür, dass kranke Menschen rund um die Uhr gut versorgt werden. Dies müsse auch finanziell anerkannt werden. Eine Delegation aus Greifswald will am Mittwoch nach Rostock fahren, wo ein Warnstreik an der dortigen Universität sowie der Uniklinik geplant ist. 

Noch zahlreiche Unikliniken von Streiks betroffen

Die Gewerkschaft kritisierte, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) habe auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein verbindliches Angebot vorgelegt. Deshalb trügen die Arbeitgeber die Verantwortung für die Ausweitung der Warnstreiks.

Von den Aktionen sind bundesweit noch bis Mittwoch zahlreiche Unikliniken betroffen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi in Berlin sagte. Betroffen seien alle 22 angekündigten Standorte. Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sind Verdi zufolge gewährleistet. 

Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 11. Februar in Potsdam. Für die Beschäftigten fordern die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zusätzlich, um untere Lohngruppen zu stärken. Das lehnen die Arbeitgeber ab.

Beschäftigte der Universitätsmedizin Greifswald gehen für ihre Forderungen auf die Straße.Stefan Sauer/dpa

Beschäftigte der Universitätsmedizin Greifswald gehen für ihre Forderungen auf die Straße.Stefan Sauer/dpa

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