Wackelt der Juli-Hitzerekord im Südwesten?
Die aktuelle Hitzewelle soll zunächst ihren Höhepunkt erreichen. Dann könnte es hier und da krachen. Was der Wetterdienst vorhersagt.
Manche trotzen der Hitzewelle am Wasser. Uwe Anspach/dpa
© Uwe Anspach/dpa
Der bisherige Temperaturrekord für einen Juli in Baden-Württemberg könnte im Tagesverlauf kippen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) eher gering. Angekündigt sind bis zu 39 Grad. Vereinzelt könnte auch an der 40-Grad-Marke gekratzt werden, sagte Meteorologe Marco Puckert. Allerdings werde für den Nachmittag eine Kaltfront erwartet, mit der die Temperaturen um rund sechs Grad sinken sollen. Die Hitzewelle müsste also recht früh am Tag ihren Höhepunkt erreichen.
Als bisherigen Juli-Rekordwert für Baden-Württemberg gibt der Wetterdienst 39,8 Grad an - gemessen am 25. Juli 2019 an der Station Waghäusel-Kirrlach (Landkreis Karlsruhe). Am 20. Juli 2022 wurden in Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) 40,3 Grad gemessen. Dieser Wert war den Angaben zufolge aber nur für eine sehr lokale Umgebung repräsentativ.
Der Allzeit-Rekord im Südwesten wurde erst vor wenigen Wochen aufgestellt: 41,4 Grad am 27. Juni - ebenfalls in Waghäusel-Kirrlach. So heiß war es in Baden-Württemberg nie zuvor seit Beginn der Messungen gewesen.
Spitze der Hitzewelle
Zunächst soll es erneut viel Sonne geben. Im höheren Bergland werden laut DWD bis zu 33 Grad erwartet, in Oberschwaben 35 Grad. Am Rhein, Neckar und an der Tauber könnten die Werte bei bis zu 39 Grad liegen.
Nachmittags dürfte es von Westen her zunehmend stark bewölken. Lokal seien ein paar Regentropfen möglich, mit geringer Wahrscheinlichkeit auch ein kurzes Gewitter. Dabei könne es vorübergehend stürmische Böen oder Sturmböen aus Nordwest geben. Ansonsten wehe tagsüber nur schwacher Südwestwind.
Gewitterrisiko steigt
In der Nacht zum Freitag soll es teils wolkig, teils klar sein. Vereinzelt könnte es schauern, teilte der Wetterdienst mit. Kurze Gewitter seien nicht ausgeschlossen. Die Tiefstwerte sollen zwischen 21 und 14 Grad liegen.
Am Freitag werde es überwiegend freundlich, im Tagesverlauf zögen vom Bergland aus mehr Wolken auf und das Gewitterrisiko steige. Die Höchstwerte sollen laut DWD bei 29 Grad im Hochschwarzwald liegen, an Rhein, Neckar und Donau zwischen 32 und 35 Grad. Dazu wehe ein mäßiger Westwind mit frischen bis starken Böen, bei Gewittern auch Sturmböen.
Wochenende wechselhafter
In der Nacht zum Samstag soll es häufig stark bewölkt sein mit Schauern und Gewittern. Am Samstagvormittag werde es meist heiter bis sonnig, teils könnten noch letzte Schauer aus der Nacht nachhängen.
Später sollen sich erneut Quellwolken bilden, mit Schauern und Gewittern. Die Temperaturen steigen laut Prognose auf bis 25 Grad im Hochschwarzwald und sonst zwischen 27 und 30 Grad. In der Nacht zum Sonntag seien zunächst noch einzelne Schauer und Gewitter möglich, die im weiteren Verlauf abklingen dürften - danach soll es auflockern bei Tiefstwerten von 19 bis 15 Grad.