WM-Euphorie in Norwegen vor historischem Viertelfinale
WM-Wahnsinn in Norwegen: Zehntausende wollen das Viertelfinale zusammen feiern. Nicht nur Fanartikel sind blitzschnell ausverkauft - sondern auch Public-Viewing-Events und Sonderflüge nach Miami.
So wie hier beim Achtelfinale wird es wohl auch am Samstag wieder in der Innenstadt von Oslo aussehen. (Archivbild)Terje Bendiksby/NTB/dpa
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In Norwegen steigt die Spannung vor dem WM-Viertelfinale gegen England am Samstag. Das historische Spiel sorgt im ganzen Land für Begeisterung. Allein im Zentrum der Hauptstadt Oslo werden zu einem großen WM-Volksfest erneut rund 100.000 Menschen erwartet. Dafür werden mehrere Straßen gesperrt. 22.000 Tickets für ein Public-Viewing-Event in einem Stadion in der Stadt waren am Donnerstag nach Angaben des Veranstalters „innerhalb von Sekunden“ vergriffen, wie norwegische Medien berichteten.
Auch mehrere Sonderflüge von Oslo nach Miami, dem Austragungsort des Viertelfinales, waren umgehend ausgebucht.Damit die Fans nach dem Spiel sicher nach Hause kommen, setzt der Nahverkehr in Oslo mehrere Dutzend zusätzliche Busse ein. „Die wenigsten von uns können nach Hause rudern“, sagte ein Sprecher des Nahverkehrsbetreibers - und bezog sich damit auf das Jubelritual der Norweger.
Seit Wochen „rudern“ Menschen im ganzen Land für ihre Nationalmannschaft auf dem Trockenen - sei es im Parlament, in Kindergärten oder bei Festivals. Sogar Kronprinz Haakon mischte sich nach dem überraschenden Sieg der Norweger gegen Brasilien im WM-Achtelfinale unter die feiernde Menge vor dem Osloer Schloss und ruderte mit. Zum Viertelfinale reist der Thronfolger nach Miami.
Ansturm auf Fanartikel: Stunden anstehen für Flaggen und Schals
Während Norwegen-Trikots schon vor der WM ausverkauft waren und auch jetzt wieder ein seltener Fund sind, ist der Ansturm auf alles andere im Landeslook in vollem Gange. Wo es noch Schals und Flaggen gibt, stehen Norweger laut dem Sender NRK teils stundenlang dafür an. Wer die nicht mehr abbekommt, durchstöbert demnach Souvenirläden nach anderen Norwegen-Fanartikeln oder häkelt sich den Fischerhut in Nationalfarben eben selbst.
So euphorisch wie gerade haben viele ihr Land noch nie erlebt. Der Norweger Thor Stenhaug, der eigentlich in London lebt, reist zum Viertelfinal-Volksfest extra nach Hause, wie er dem norwegischen Rundfunk erzählte: „Sonst hätte es sich angefühlt, als wären alle bei einer Geburtstagsparty ohne dich.“
Norwegen im Ausnahmezustand: Hier feiern sie in Oslo nach dem Achtelfinal-Sieg gegen Brasilien. (Archivbild)Javad Parsa/NTB Scanpix/dpa
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