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Vorsorge gegen Starkregen soll besser werden

Immer wieder verwüsten schwere Regenfälle Straßen oder Ortschaften. Die Landesregierung prüft derzeit, wie Hilfen für die Kommunen verbessert werden können.

Von dpa

22.05.2026

Starke Regenfälle mit hohen Schäden werden häufiger. (Symbolbild) picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Starke Regenfälle mit hohen Schäden werden häufiger. (Symbolbild) picture alliance / Friso Gentsch/dpa

© picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Die Häufigkeit von Unwettern mit starken Regenfällen wird in Thüringen Prognosen zufolge in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Die Landesregierung prüfe derzeit verschiedene Schritte, um die Kommunen bei der Vorsorge gegen Schäden durch Starkregen stärker unterstützten zu können, sagte Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) im Landtag in Erfurt. 

Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen 25 Jahren mehr als 400 Starkregen-Ereignisse im Freistaat mit örtlich hohen Schäden. „Die Verteilung ist recht zufällig über das ganze Land.“

Angenommen wurde vom Landtag ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU, BSW und SPD, bei dem es unter anderem um ein verbessertes Risikomanagement geht. Die Fraktionen nannten die Erarbeitung lokaler Gefahrenkarten, gezielte Schutzprojekte und Anreize für bessere Wasserrückhaltemöglichkeiten. Nötig sei ein ressortübergreifendes Vorgehen, das Klimaanpassung und Katastrophenschutz bedenke. 

Der Schwerpunkt des Landesprogramms Hochwasserschutz konzentriere sich noch zu stark am Flusshochwasser, sagte Schütz. Starkregenfälle sollen stärker berücksichtigt werden. Dazu gebe es Hinweise von mehr als 300 Kommunen. Zudem plädiere Thüringen dafür, Geld aus dem kreditfinanzierten Infrastrukturprogramm des Bundes auch für einen baulichen Objektschutz nutzen zu können.

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