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Vier Jugendliche nach Tod in Zella-Mehlis verurteilt

Ein 23-Jähriger stirbt nach einer Auseinandersetzung in Zella-Mehlis. Was für das Gericht nach dem Angriff mit Pfefferspray, Gürtel und Tritten für ein Urteil sprach.

Von dpa

27.02.2026

Der Prozess gegen zwei 16 und 17 Jahre alte Mädchen und zwei 19 und 20 Jahre alte Männer wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. (Archivbild)Michael Reichel/dpa

Der Prozess gegen zwei 16 und 17 Jahre alte Mädchen und zwei 19 und 20 Jahre alte Männer wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt. (Archivbild)Michael Reichel/dpa

© Michael Reichel/dpa

Wegen des Todes eines 23-Jährigen in Zella-Mehlis sind vier Jugendliche zu Bewährungs- und Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Meiningen verhängte gegen zwei junge Männer im Alter von 19 und 20 Jahren Freiheitsstrafen von dreieinhalb beziehungsweise viereinhalb Jahren. Die beiden 16 und 17 Jahre alten Mädchen erhielten Bewährungsstrafen von einem Jahr und acht Monaten sowie von einem Jahr und sechs Monaten. Die vier Angeklagten wurden nach Gerichtsangaben in dem nicht öffentlichen Prozess der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gesprochen.

Der 23-Jährige war im vergangenen Juni nur mit einer kurzen Hose bekleidet tot in einem Bachlauf in Zella-Mehlis gefunden worden. Das Opfer war laut Staatsanwaltschaft zuvor massiv misshandelt worden. Laut Anklage war es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren alkoholisierten Personen gekommen. Die Angeklagten sollen den 23-Jährigen in der Folge unter anderem mit Pfefferspray, einem Gürtel und Tritten attackiert haben. Das schwer verletzte und alkoholisierte Opfer konnte dann im Dickicht verschwinden, stürzte ins Bachbett und ertrank. 

Nach der Urteilsverkündung wurde der Haftbefehl gegen die beiden Mädchen aufgehoben.

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