Verkehrsversuch soll Orte vom Schwerverkehr entlasten
Schwere Lkw raus aus den Orten - mit neuen Beschränkungen will Sachsen Kinder auf Schulwegen und Straßen schützen. So soll der Verkehrsversuch entlang der A4 ablaufen.
Ziel des Versuchs ist etwa eine spürbare Entlastung für die Menschen in den Orten rund um die Autobahn bei Wilsdruff. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa
© Sebastian Kahnert/dpa
In Sachsen sollen mehrere Orte entlang der Autobahn 4 vom Durchgangs- und Schwerverkehr entlastet werden. Bei dem auf zwei Jahre angelegten Verkehrsversuch werden die Staatsstraßen S 36, S 195 und S 196 in den Landkreisen Mittelsachsen, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt, wie das sächsische Infrastrukturministerium mitteilte.
Für die Menschen soll der Verkehrsversuch zu weniger schweren Fahrzeugen in den Ortslagen und zu mehr Sicherheit auf alltäglichen Wegen führen. Ziel ist außerdem eine geringere Belastung durch Lärm und Abgase. Zugleich sollten Straßen und Bauwerke vor weiterer zerstörerischer Beanspruchung geschützt werden, hieß es. Insbesondere bei einigen Brückenbauwerken seien bereits kritische Zustände erreicht.
Beschilderung wird nun aufgestellt
Die Beschilderung auf den betroffenen Strecken wird den Angaben zufolge durch die Straßenmeistereien der Landkreise bis spätestens Ende April aufgestellt. Der Verkehrsversuch soll auf wissenschaftlicher Grundlage belegen, ob die Beschränkungen die Verkehrssicherheit erhöhen.
„Fern- und Schwerverkehr gehört auf die dafür vorgesehenen Autobahnen und nicht in kleine und kleinste Ortschaften, in denen Kinder zur Schule gehen, Busse fahren, Rettungswege frei bleiben müssen“, erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Man wolle eine spürbare Entlastung für die Menschen in den Orten rund um die Autobahn bei Wilsdruff schaffen.
Hinweise auf den Autobahnen
Die Verkehrsteilnehmer sollen frühzeitig auf den Autobahnen A4 und A14 an den betroffenen Anschlussstellen auf die Beschränkungen auf den drei Staatsstraßen hingewiesen werden. Die Informationen zu den Tonnagebeschränkungen werden den Angaben zufolge auch in digitale Verkehrsinformationssysteme wie etwa Navigationssysteme einbezogen.