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Vater tot in Bunde – Sohn stirbt auf Autobahn bei Wolfsburg

Auf einer Autobahn bei Wolfsburg wird ein Mann von einem Laster tödlich erfasst. Ermittlungen führen die Polizei nach Ostfriesland. Dort wird sein Vater tot aufgefunden. Wie hängen die Fälle zusammen?

Von dpa

18.05.2026

Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. (Symbolbild)Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. (Symbolbild)Hauke-Christian Dittrich/dpa

© Hauke-Christian Dittrich/dpa

Nach einem tödlichen Unfall auf einer Autobahn bei Wolfsburg ist die Polizei bei ihren Ermittlungen auf einen weiteren Toten in Ostfriesland gestoßen. Ein 70 Jahre alter Mann, der Vater des Unfallopfers, wurde tot in seiner Wohnung im ostfriesischen Bunde gefunden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Aurich sagte. Weil bei einer Obduktion des Toten Hinweise auf Gewalteinwirkungen festgestellt wurden, werde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt, sagte die Staatsanwältin. Unter Verdacht stehe der bei dem Unfall getötete 32 Jahre alte Sohn des Mannes. 

Nach Angaben der Polizei in Braunschweig hatte der 32-Jährige in der Nacht von Freitag auf Samstag einen Unfall mit seinem Wagen im Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter. Andere Autos waren nicht beteiligt. Als die Beamten an dem Unfallort eintrafen, war das Fahrzeug verlassen. Kurz darauf wurde dann ein weiterer Unfall im Autobahnkreuz gemeldet: Dabei wurde der 32-Jährige von einem herannahenden Sattelzug erfasst und tödlich verletzt. Warum der Mann dort auf die Autobahn gelaufen war, ist bislang nicht bekannt. 

Spur nach Ostfriesland

Die Ermittlungen der Polizei führten dann zu dem Toten im ostfriesischen Bunde (Landkreis Leer). Die Staatsanwaltschaft ordnete eine rechtsmedizinische Untersuchung an. Diese ergab „Hinweise auf mögliche Fremdeinwirkungen“ zur möglichen Todesursache, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Konkretere Angaben machten die Ermittler dazu nicht. 

Auch wenn strafrechtlich gegen Tote nicht ermittelt werde, müsse zunächst weiter aufgeklärt werden, was genau vor dem Tod des 70-Jährigen passiert sei, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Deshalb gebe es das Ermittlungsverfahren.

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