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Uni Leipzig verlängert nach IT-Angriff erneut Prüfungsfrist

Nach dem Hackerangriff der vergangenen Woche verlängert die Universität Leipzig abermals den Abgabetermin für schriftliche Prüfungen. Nur für eine Gruppe von Studierenden gilt das nicht.

Von dpa

05.11.2026

Studierende und Mitarbeiter der Universität Leipzig müssen nach wie vor mit Einschränkungen infolge des Hackerangriffs umgehen.Hendrik Schmidt/dpa

Studierende und Mitarbeiter der Universität Leipzig müssen nach wie vor mit Einschränkungen infolge des Hackerangriffs umgehen.Hendrik Schmidt/dpa

© Hendrik Schmidt/dpa

Die Universität Leipzig hat nach dem Hackerangriff die Abgabefristen für schriftliche Prüfungstermine abermals verlängert. Wie die Uni auf einer Ersatz-Webseite bekanntgab, müssen Haus- und Abschlussarbeiten bis zum 20. November abgegeben werden. 

Zuvor war die Abgabefrist bis zum 6. November verlängert worden, weil die IT-Infrastruktur der Universität seit dem Angriff offline ist. Die Verlängerung gilt jedoch nicht für Staatsprüfungen, wie es auf der Ersatz-Webseite weiter hieß. Studierende sollten sich hierfür an die staatlichen Prüfungsämter wenden.

Arbeiten wie in den Neunzigern

Der Universitätsbetrieb in Präsenz laufe trotz aller Einschränkungen relativ normal weiter, sagte ein Sprecher. Die Technik in den Hörsälen und Seminarräumen funktioniere, Seminare und Vorlesungen könnten wie geplant stattfinden. Zudem fänden Mitarbeiter und Studierende für die Studienorganisation „pragmatische Lösungen“.

Die juristische Fakultät der Universität hilft sich zum Beispiel mit einem digitalen „Schwarzen Brett“ weiter. Dort ist unter anderem Vorlesungsmaterial hinterlegt. Für eine Fakultät dürfte der IT-Ausfall „eigentlich kein Problem sein“, teilte Dekan Marc Desens auf besagtem „Schwarzen Brett“ mit. Man arbeite vorübergehend so wie vor 30 Jahren. Damals hätten sich Studierende auch über einen zentralen Aushang informiert.

Wohl wochenlange Einschränkungen für Studierende

Mitte der vergangenen Woche war die Universität Leipzig Opfer eines Hackerangriffs geworden. In der Folge wurden die Server offline genommen, „um Schaden abzuwehren“, wie ein Sprecher damals sagte. Seitdem ist die Webseite nicht zu erreichen, auch die E-Mail-Kommunikation ist eingeschränkt. 

Seit Ende der vergangenen Woche sind die Fakultäten und zentralen Einrichtungen der Universität über ein externes System wieder per E-Mail zu erreichen. Zu den zentralen Einrichtungen gehören zum Beispiel die Universitätsbibliothek, das Zentrum für Hochschulsport oder das Sprachenzentrum. 

Wie Rektorin Eva Inés Obergfell zu Beginn dieser Woche mitteilte, müsse man sich darauf einstellen, „dass es Wochen in Anspruch nehmen wird, bis alle Systeme wieder am Netz sind und optimal laufen“.

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