Umfrage: Studierende durch Wohnkosten stark belastet
Das Budget vieler Studierender ist knapp. Entsprechend groß sind die Sorgen um bezahlbares Wohnen. Wie groß die Belastung ist, zeigen die Ergebnisse einer Umfrage.
Das Studentenwerk Dresden bietet rund 6500 Wohnheimplätze in Dresden, Tharandt, Zittau und Görlitz an. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa
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Die steigenden Wohnkosten stellen für Studierende im Raum Dresden und Ostsachsen eine immer stärkere Belastung dar. Das zeigt eine Umfrage des Studentenwerks Dresden unter rund 3.500 Studierenden in Dresden, Görlitz, Zittau und Tharandt. Die Befragung wurde vom 18. November bis 15. Dezember 2025 online durchgeführt.
Demnach macht sich mehr als jeder Zweite Sorgen wegen der steigenden Wohnkosten und wie sie diese mit ihrem Budget finanzieren sollen. In etwa gleich viele schätzen die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung für Studierende als schwierig ein.
Ein Viertel muss für Miete auf anderes verzichten
Ein großer Teil der Studierenden steht zudem unter großem finanziellem Druck: Mehr als ein Fünftel haben monatlich maximal 600 Euro zur Verfügung, insgesamt 70 Prozent maximal 1.000 Euro. Um die Miete zahlen zu können, muss gut ein Viertel in anderen Bereich verzichten.
„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum für viele Studierende Mangelware und eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium zugleich ist“, sagte Michael Rollberg, Geschäftsführer des Studentenwerks Dresden. „Gerade Studierende mit geringem Budget geraten durch steigende Mieten zunehmend unter Druck.“
Viele würden über 50 Prozent ihres Einkommens für eine Wohnung zahlen, gerade da auch in Dresden die Mieten drastisch gestiegen seien, ergänzte Mathias Fröck, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates des Studentenwerks Dresden und Mitglied im Studierendenrat der TU Dresden. „Eine vernünftige, bezahlbare Wohnung ist kein Luxus oder Privileg, sondern Grundlage, um sich auf das Studium konzentrieren zu können.“ Daher gebe es dringenden Reformbedarf beim Bafög, aber auch das Studentenwerk brauche weitere Unterstützung zum Bau neuer Wohnheimplätze.