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250-Kilo-Bombe in Wilhelmshavener Marinearsenal entschärft

Mitten im Zentrum von Wilhelmshaven wird bei Bauarbeiten ein Blindgänger entdeckt. Tausende Menschen müssen kurzfristig ihre Wohnungen räumen. Bei der Evakuierung gab es mehrere Herausforderungen.

Von dpa

01.09.2026

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rückten an, um den Blindgänger zu entschärfen. Lars Penning/dpa

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes rückten an, um den Blindgänger zu entschärfen. Lars Penning/dpa

© Lars Penning/dpa

  Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben in Wilhelmshaven eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Mehr als 13.000 Anwohnerinnen und Anwohner durften danach am Nachmittag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, wie die Stadt mitteilte. 

Zuvor war in der Jadestadt am Morgen kurzfristig eine Evakuierung angelaufen, um den Blindgänger mit zwei Zündern entschärfen zu können. Auch wenn es sich nicht um Langzeitzünder handle, bestehe ein Restrisiko durch das Zündsystem, hieß es von der Stadt. 

Fast 800 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und auch Soldatinnen und Soldaten der Marine in Wilhelmshaven halfen bei der Räumung. Weil einzelne Menschen das Gebiet aber nicht verlassen wollten, verzögerte sich die Evakuierung nach Angaben der Stadt. Statt wie zunächst geplant bis 11.00 Uhr war das Gebiet um den Fundort erst gegen 13.45 Uhr geräumt. Danach begannen die Spezialisten mit ihrer Arbeit. Etwa drei Stunden später war der Bombenblindgänger entschärft.

Die Bombe war am Montagnachmittag bei Bauarbeiten im Marinearsenal im Stadtzentrum gefunden worden. „Das Marinearsenal ist die Keimzelle unserer Stadt“, sagte Niksa Marusic, Leiter des Krisenstabs. Drumherum lägen viele öffentliche Einrichtungen wie Haupt- und Busbahnhof, Schulen, Altenwohnheime und Kindertagesstätten. Die Evakuierung sei dementsprechend eine Herausforderung. 

Schulen und Kitas geschlossen - Kein Busverkehr im Gebiet

Seit dem Morgen mussten rund 13.600 Anwohnerinnen und Anwohner im Umkreis von etwa einem Kilometer um den Fundort ihre Wohnungen verlassen. Betroffen waren die Südstadt, die Innenstadt und der Stadtteil Heppens. Einsatzkräfte fuhren auch mit Lautsprecherwagen der Feuerwehr durch das betroffene Gebiet, um die dort lebenden Menschen zu informieren. Drei Sporthallen standen den Angaben zufolge als Notunterkünfte bereit.

Fast 800 Einsatzkräfte halfen nach Angaben der Stadt bei der Evakuierung. Lars Penning/dpa

Fast 800 Einsatzkräfte halfen nach Angaben der Stadt bei der Evakuierung. Lars Penning/dpa

© Lars Penning/dpa

Ebenfalls betroffen waren einer Mitteilung der Polizei zufolge zwei Schulen sowie fünf Kitas in dem Gebiet, die am Vormittag geschlossen bleiben müssen. Der Krisenstab der Stadt unterstützte zusammen mit den Rettungsdiensten sowie den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben die betroffenen Alten- und Pflegeheime bei der Evakuierung, etwa durch Patiententransporte. 

Auch der Busverkehr wurde in dem Gebiet eingestellt. Zudem musste der Bahnhof zwischenzeitlich seinen Betrieb einstellen, hieß es.

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