Teilabriss der maroden Agra-Brücke wird Monate dauern
Für den Abriss des westlichen Teils der Brücke bei Leipzig sind bis zu zehn Monate eingeplant. Was bedeutet das für den Verkehr?
Die Behörden haben weitere Details für den Abriss der Brücke bekanntgegeben. (Archivbild) Jan Woitas/dpa
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Beim Neubau der maroden Agra-Brücke an der Bundesstraße 2 südlich von Leipzig planen die Behörden für den Abriss des westlichen Brückenteils acht bis zehn Monate ein. Das teilte das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Dresden mit. „Eine längerfristige Vollsperrung der B 2 ist dabei voraussichtlich nicht erforderlich.“
Geplant ist demnach, dass die rund 21 Meter langen Brückenfelder mit einer speziellen Säge in 10 bis 15 einzelne Betonscheiben zerteilt werden. Diese sollten dann kontrolliert herabgelassen, verladen und abtransportiert werden.
Weshalb die Brücke erneuert werden muss
Die Agra-Brücke an der B2 muss wegen erheblicher Mängel abgerissen werden. Aktuell fließt der Verkehr ausschließlich über den östlichen Brückenzug. Es gilt eine Gewichtsbeschränkung von 3,5 Tonnen. Der westliche Teil ist gesperrt und soll nach früherer Planung ab 2027 abgerissen werden.
Die Brücke wurde 1976 erbaut und enthält sogenannten Hennigsdorfer Spannstahl – ein Material, das auch bei der eingestürzten Carolabrücke in Dresden verwendet worden war. Die B2 ist eine vielbefahrene Strecke.