Tausende demonstrieren in Frankfurt gegen Sozialabbau
Mit Bannern, Flaggen und Plakaten sind heute Tausende Menschen durch Frankfurts Straßen gezogen. Ihre Forderungen: soziale Sicherheit und bessere Renten.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration zogen mit Bannern und Plakaten durch die Innenstadt.Andreas Arnold/dpa
© Andreas Arnold/dpa
Mehrere Tausend Menschen sind in Frankfurt am Main gegen Sozialkürzungen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von etwa 15.000 Demonstrierenden, die heute unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente“ zusammenkamen. Die Veranstalter selbst nannten dagegen eine Teilnehmerzahl von über 30.000 Menschen. Nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei blieb die Veranstaltung ohne Zwischenfälle.
Die Polizei sprach von etwa 15.000 Teilnehmenden, die Veranstalter von über 30.000.Andreas Arnold/dpa
© Andreas Arnold/dpa
Die Gewerkschaften wandten sich gegen die Reformpläne der Bundesregierung, die zulasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmerinnen gingen, hieß es vom DGB. „Wer jeden Morgen aufsteht, dieses Land am Laufen hält und Steuern zahlt, darf am Ende nicht die Zeche zahlen“, sagte DGB-Bezirksvorsitzender Michael Rudolph laut einer Mitteilung. „Wer an den Acht-Stunden-Tag oder an unsere Rente nach 45 Beitragsjahren ran will, kriegt unseren entschlossenen Widerstand zu spüren!“
Gewerkschaften wollen Reformen - aber andere
Man wolle „echte Reformen statt stupider Spargesetze“, sagte auch Verdi-Vorsitzender Frank Werneke. „Gute Arbeit, ein starker Sozialstaat und eine verlässliche Rente sind keine Belastung, sondern das Fundament für eine gerechte Gesellschaft und eine starke Wirtschaft.“
Reformen und Investitionen seien notwendig, „aber nicht auf dem Rücken der Beschäftigten“, hieß es in der DGB-Mitteilung. Statt der aktuellen Reformpläne forderten die Gewerkschaften mehr Investitionen in die Infrastruktur, ein gesetzliches Rentenniveau von mindestens 50 Prozent und eine effizientere Mittelverwendung im Gesundheitssystem.
Die Gewerkschaften wandten sich gegen die Reformpläne der Bundesregierung.Andreas Arnold/dpa
© Andreas Arnold/dpa
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Frankfurt kamen erst zu einer Kundgebung zusammen und zogen anschließend mit Flaggen, Bannern und Plakaten durch die Innenstadt. Darauf standen Sprüche wie „Armut kann man nicht wegsparen!“ oder „#nichtamMenschensparen“. Bundesweit waren heute Proteste in 15 Großstädten geplant.