Tankrabatt - Inflationsrate in Hessen sinkt auf 2,9 Prozent
Gemüse kostet mehr, Butter weniger: Was die Teuerung im Oktober noch geprägt hat.
Auch die steuerliche Entlastung von Autofahrern wirkt sich auf die Teuerungsrate in Hessen aus. (Symbolbild) Bodo Marks/dpa
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Unter anderem wegen des neuen Tankrabatts ist die Inflationsrate in Hessen nach drei monatlichen Anstiegen erstmals wieder gesunken. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, fiel die jährliche Teuerungsrate im Oktober auf 2,9 Prozent. Im September hatte sie mit 3,4 Prozent den höchsten Stand seit Dezember 2023 erreicht.
Der aktuelle Tankrabatt gilt bundesweit seit 1. Oktober - mit rund 17 Cent weniger Steuern auf Sprit bis Ende 2026. Im Jahresvergleich bleiben die infolge des Nahostkonflikts deutlich gestiegenen Energiepreise jedoch Inflationstreiber. So kostete im Oktober 2026 in Hessen Heizöl 89,3 Prozent mehr als im Oktober 2025, Kraftstoffe verteuerten sich um 30,6 Prozent. Das Statistische Landesamt erläuterte: „Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Inflationsrate in Hessen im Oktober bei 2,1 Prozent.“
Butter billiger, Gemüse teurer
Nahrungsmittelpreise wurden lediglich um 0,3 Prozent teurer. Vor allem Butter verbilligte sich, Gemüse dagegen kostete mehr. Die Preise für Dienstleistungen ohne Wohnungsmieten stiegen im Oktober in Hessen binnen Jahresfrist um durchschnittlich 2,9 Prozent - so wenig wie zuletzt im August 2022. Nettokaltmieten zogen um 2,0 Prozent an.
Im Vergleich zum September 2026 sanken die Verbraucherpreise im Oktober 2026 im Bundesland um 0,1 Prozent, wie die Statistiker weiter mitteilten.