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Suche nach Viehdieben – Erste größere Kontrolle

Eine dreistellige Zahl an Rindern ist in Brandenburg von Weiden und aus Ställen gestohlen worden. Die Suche nach den Tätern wird intensiviert. Der Minister bittet um Mithilfe.

Von dpa

30.05.2026

Nach Diebstählen zahlreicher Rinder ruft Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) die Jäger zu Mithilfe bei der Suche nach den Tätern auf. (Archivbild) Frank Hammerschmidt/dpa

Nach Diebstählen zahlreicher Rinder ruft Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) die Jäger zu Mithilfe bei der Suche nach den Tätern auf. (Archivbild) Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

Nach dem Diebstahl von mehr als 230 Rindern in Brandenburg hat die Polizei die Suche nach den Tätern mit einer ersten größeren Kontrolle verstärkt. Auf der Autobahn 15 kontrollierten die Beamten am Parkplatz Groß Bademeusel bei Forst (Lausitz) von Freitagabend bis heute am frühen Morgen Lastwagen und Transporter.

Dabei wurden nach Angaben eines Polizeisprechers keine Verstöße festgestellt. Zuvor berichtete der RBB darüber. Weitere Kontrollen seien geplant, aber nicht nur an der Autobahn, kündigte der Polizeisprecher an. Ein Schwerpunkt sei dabei der Landkreis Elbe-Elster.

Minister: Hilfe vom Hochsitz

Innenminister Jan Redmann bat die Jäger um Unterstützung. „Die Diebe schlagen vermutlich in der Nacht oder am frühen Morgen zu – also dann, wenn unsere Jägerschaft auf der Pirsch ist“, sagte der CDU-Politiker anlässlich der Delegiertenversammlung des Landesjagdverbands in Paaren/Glien im Havelland.

Die Jäger können deshalb im Kampf gegen die Viehdiebstähle nach seiner Einschätzung eine entscheidende Rolle spielen. „Hilfe vom Hochsitz ist deshalb immer willkommen“, sagte Redmann. Aber: Die Jäger sollten sich dabei nicht in Gefahr bringen.

Über 230 Rinder gestohlen

Seit März wurden dem Innenminister zufolge mehr als 230 Rinder von Weiden und aus Ställen gestohlen. Der Gesamtschaden lag bisher bei 337.000 Euro. Nach Angaben der Polizei sind bisher vier Fälle bekannt – mit Schwerpunkt im Süden des Landes.

Die Kontrollen wurden daraufhin verstärkt – sie gelten nicht nur Viehtransportern. Dazu ging eine Ermittlungsgruppe „Weide“ an den Start. Offen ist bisher, ob es sich um eine professionelle Bande handelt. Der Landesbauernverband geht von professionell agierenden Tätern aus, die nachts viele Tiere in einen Viehtransporter laden.

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