Stichverletzungen am Jungfernstieg – Polizei sucht Zeugen
Zwei Männer werden am Jungfernstieg mutmaßlich durch Messerstiche verletzt. Mehrere Tatverdächtige flohen in ein Kaufhaus.
Zwei Männer erlitten Stichverletzungen. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa
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Nach der Auseinandersetzung am Jungfernstieg mit zwei Verletzten sucht die Polizei nach Zeuginnen und Zeugen. Zwei 53 und 21 Jahre alte Männer erlitten am Samstagnachmittag Schnittverletzungen, wie die Polizei mitteilte.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei sollen die beiden Männer an der Demonstration „Nein zur islamischen Republik Iran“ teilgenommen haben. Nachdem die Kundgebung ihren Endort auf Höhe Stephansplatz erreicht hatte, begaben sich die beiden Männer zum Jungfernstieg.
Aus noch ungeklärter Ursache soll es zwischen einem der Männer und weiteren Personen, die laut Polizei mutmaßlich keine Teilnehmer der Versammlung waren, zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Im Rahmen dieser soll ein 26-Jähriger dem 53-Jährigen mit einem Messer eine Stichverletzung am Rücken zugefügt haben. Das mutmaßliche Tatmittel wurde sichergestellt.
Tatverdächtige fliehen ins Kaufhaus
Während zwei an der Auseinandersetzung beteiligte Personen in ein umliegendes Kaufhaus geflüchtet sein sollen, sollen mehrere Männer den 26-Jährigen, der mutmaßlich zugestochen haben soll, umringt, zu Boden gebracht und auf ihn eingetreten haben. Wenig später eintreffende Polizisten schritten ein, trennten die Beteiligten voneinander und nahmen den 26-Jährigen vorläufig fest.
Die ins Kaufhaus geflüchteten Männer im Alter von 16 und 26 Jahren wurden in einer Umkleidekabine entdeckt und die Polizei stellte ein Messer sicher. Ein 21-Jähriger soll zudem beteiligt gewesen sein an der Auseinandersetzung, er erlitt eine Schnittwunde am Schienbein. Beide Verletzten kamen ins Krankenhaus. Gegen die Tatverdächtigen wird nun unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.