Städteranking zur Zufriedenheit: Rostock bleibt Schlusslicht
Sonne, Strand und Seeluft könnten für ein hohes Glücksgefühl sorgen. Weit gefehlt, wenn man einer Studie folgt, nach der Rostock in puncto Zufriedenheit auf dem letzten Platz rangiert.
Trotz langer Strände und Ostsee: Rostock rangiert bei der Zufriedenheit auf dem letzten Platz des Städterankings. (Symbolbild)Annette Riedl/dpa
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Die Hansestadt Rostock liegt einer Studie zufolge bei der allgemeinen Lebenszufriedenheit seiner Einwohner auf dem letzten Platz von 40 deutschen Großstädten. Mit deutlichem Abstand bilde Rostock erneut das Schlusslicht, heißt es in der Sonderstudie Städteranking 2026 zum „Glücksatlas“ der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL). Die Hansestadt erreiche beim „Glücksindex“ nur 5,80 Punkte. Die „glücklichste Großstadt“ liege ebenfalls im Osten und sei Erfurt (7,74 Punkte).
Das Ranking listet 40 Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern auf. Für die Umfrage wurde mündlich und persönlich die Frage gestellt: „Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?“ Die Befragten bewerteten individuell, was ihr Leben lebenswert macht. Daneben wurde ein Index der objektiven Lebensqualität aus 30 Indikatoren in acht Kategorien erstellt, darunter Wohnen, Kriminalität, Wohlstand und Arbeitsmarkt, Gesundheit, Familie und Bildung.
Rostock „bedrückend still“?
Rostock zähle zwar ebenfalls zu den ruhigeren ostdeutschen Großstädten, lande jedoch mit nur 5,80 Punkten auf dem letzten Platz des Glücksrankings, wobei der Abstand zum Vorletzten seit drei Jahren kontinuierlich wachse, heißt in einer Pressemitteilung der SKL. Auf den ersten Blick überrasche das, da die Hansestadt bei Kriminalität, Infrastruktur und Umweltqualität sogar überdurchschnittlich abschneide.
Der Blick auf die Sozialstruktur erkläre jedoch die geringe Lebenszufriedenheit. Rostock gehöre zu den ältesten Großstädten Deutschlands, wobei mehr als die Hälfte der Einwohner allein lebe. Gleichzeitig verzeichne die Stadt eine der niedrigsten Geburtenraten und die zweitniedrigste Eigentumsquote, so die SKL. Dadurch wirkt Rostock den Studienautoren zufolge im Vergleich zu anderen Großstädten fast „bedrückend still“.