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So lief die Safran-Ernte im Altenburger Land

Die Produktion ist aufwendig, das Gramm kostspielig: Im Altenburger Land wird seit mehreren Jahren wieder Safran angebaut. Doch kann man davon auch leben?

Von dpa

28.10.2026

Andrea Wagner treibt den Safran-Anbau im Altenburger Land voran. Bodo Schackow/dpa

Andrea Wagner treibt den Safran-Anbau im Altenburger Land voran. Bodo Schackow/dpa

© Bodo Schackow/dpa

Orientalisches Gewürz im Altenburger Land: Der Safran hat sich in der Ostthüringer Region zu einer Touristenattraktion entwickelt. Allerdings gibt es niemanden, der dort von der reinen Produktion lebt, wie Andrea Wagner von der Forschungseinrichtung Wandel-Werte-Wege sagte. Sie bewirtschaftet etwa einen halben Hektar, ist aber vor allem auf Forschung spezialisiert. Am Mittwoch war Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) dort zu Besuch. 

Ein Kilo jährlich geerntet

Im Schnitt werde auf ihren Feldern ein Kilo jährlich geerntet - verkauft werde der Safran für 50 Euro pro Gramm, so Wagner weiter. Die Abnehmer kämen hauptsächlich aus der Region. Deutschlandweit sei Safran ein reines Nischenthema, pro Jahr würden vier bis fünf Kilogramm geerntet. 90 bis 95 Prozent der Weltproduktion komme aus dem Iran. Im Altenburger Land sei der Anbau möglich, weil es gute Böden und wenig Niederschlag gebe, erklärte sie. 

Generell komme der Safran gut mit steigenden Temperaturen zurecht. In diesem Jahr sei die Ernte aber nicht gut ausgefallen, so Wagner. Der heiße Sommer und Regen im August seien noch gut gewesen. Allerdings sei es im September zu trocken gewesen. Die ersten Blüten seien schon Ende September zu sehen gewesen und damit zu früh. 

Zwei Hektar für gewerbsmäßigen Anbau nötig

Für einen gewerbsmäßigen Anbau seien in etwa zwei Hektar nötig, erklärt Wagner weiter. Die größere Herausforderung sei aber, genug Personal für die aufwendige Erntezeit zu finden. Schon mit ihrem halben Hektar müssten sechs Menschen aufs Feld, zum Auszupfen der Blüten sei die doppelte bis dreifache Menge nötig, so Wagner. Im sächsischen Gehringswalde habe sich vor kurzem ein Start-up gegründet, das gewerbsmäßigen Safran-Anbau plane. 

Geerntet werden die Blüten im geschlossenen Zustand. Stehe der Safran erst in Blüte, gingen die Aromastoffe verloren. „Das kann man dann nur noch für die Seife nutzen.“ Daher seien blühende Safranfelder auch ein reines Tourismus-Thema. 

Schon vor etwa 500 Jahren blühte im Altenburger Land Safran, dann war der Anbau für mehrere Hundert Jahre erloschen. Seit etwa zehn Jahren wird dort nun wieder Safran kultiviert. Zur Blütezeit gibt es immer wieder Führungen und Events.

Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) besuchte die Safranfelder im Altenburger Land. Bodo Schackow/dpa

Agrarministerin Colette Boos-John (CDU) besuchte die Safranfelder im Altenburger Land. Bodo Schackow/dpa

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Der Safran wird für 50 Euro pro Gramm verkauft. Bodo Schackow/dpa

Der Safran wird für 50 Euro pro Gramm verkauft. Bodo Schackow/dpa

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