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Senatskommission zum Wohnungsbau betont: Es geht voran

Mehr neue Wohnungen, aber noch nicht genug: Was die Senatskommission unternimmt, um den Neubau in Berlin voranzubringen - und wie der Bausenator die Entwicklung einschätzt.

Von dpa

17.02.2026

Berlin hat weiter Bedarf an neuen Wohnungen. (Archivbild) Britta Pedersen/dpa

Berlin hat weiter Bedarf an neuen Wohnungen. (Archivbild) Britta Pedersen/dpa

© Britta Pedersen/dpa

Beim Wohnungsbau in Berlin hat der Senat nach eigener Einschätzung viele Weichen richtig gestellt. Bewährt habe sich insbesondere die Senatskommission Wohnungsbau, die im April 2022 startete, wie Bausenator Christian Gaebler nach der jüngsten Sitzung erläuterte. Durch die Arbeit der Kommission seien bisher rund 16.700 neue Wohnungen auf den Weg gebracht worden, bei deren Bau es zuvor gehakt habe. 

Aus Gaeblers Sicht ist die Senatskommission auch künftig unverzichtbar. „Sie ist ein Erfolgsmodell, das hoffentlich auch nach der Wahl fortgeführt wird“, sagte er. 

Ziel der Kommission ist es, die Rahmenbedingungen für den Neubau in Berlin zu verbessern, zentrale Wohnungsbauvorhaben zu beschleunigen und bei Hindernissen Lösungen zu vereinbaren. Das gilt auch für Nutzungskonflikte etwa mit Blick auf Natur- und Artenschutz.

Rund 80.000 neue Wohnungen in fünf Jahren 

Gaebler wies auf die Sicherung der Schulversorgung als Voraussetzung für den Wohnungsbau hin, mit der sich die Kommission ebenfalls beschäftige. In den Gehrenseehöfen in Lichtenberg etwa seien dadurch mehr als 1.000 neue Wohnungen ermöglicht worden, nachdem dort die Schulplanung an das Bauvorhaben angepasst wurde. 

Insgesamt zog Gaebler eine positive Bilanz der Wohnungsbaupolitik: Für die fünf Jahre von 2022 bis 2026 sei mit rund 80.000 neuen Wohnungen in Berlin zu rechnen. Der Bedarf sei noch größer, räumte Gaebler ein. „Deshalb bleibt die Senatskommission wichtig.“

Das von der schwarz-roten Regierungskoalition propagierte Ziel von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr ist bisher noch nie erreicht worden. Angesichts des chronischen Wohnungsmangels und in den vergangenen Jahren erheblich gestiegener Mieten hatten CDU und SPD sich im Koalitionsvertrag auf diese Zahl geeinigt. Dabei handelt es sich um den von Fachleuten ermittelten Bedarf in der weiter wachsenden Stadt.

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