Seit WM-Beginn: FIFA löschte fast 400.000 Hasskommentare
388.000 Hasskommentare gelöscht – doch Ex-Weltfußballer Weah sieht kaum Fortschritt: Warum die FIFA trotz Hightech-Lösungen weiter gegen Diskriminierung kämpfen muss.
George Weah wurde nach seiner Fußballkarriere Politiker. (Archivbild)Christophe Ena/AP/dpa
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Der Fußball-Weltverband FIFA möchte alle Teilnehmer der WM in Nordamerika vor Hass im Internet schützen und hat nach eigenen Angaben bereits Hunderttausende Kommentare und Beiträge gelöscht. Die FIFA teilte mit, dass seit Beginn des Turniers 3,8 Millionen Wortmeldungen überprüft und 388.000 entfernt wurden.
Während der gesamten WM 2022 waren es 287.000 Beiträge und Kommentare. Der Weltverband betreibt den Dienst seit der vergangenen Männer-WM bei all seinen Veranstaltungen. „Über 250 Millionen Kommentare und Beiträge wurden geprüft, wobei mehr als 30 Millionen davon als schädlich identifiziert wurden“, teilte die FIFA mit.
George Weah: „Es hat sich nichts geändert“
In Atlanta traf sich eine prominent besetzte Diskussionsgruppe, um Lösungen zu erarbeiten, wie man Hassreden ein Ende setzen könne. Der frühere Weltfußballer George Weah, die ehemalige nigerianische Nationalspielerin Mercy Akide und David Gerson, US-Schiedsrichter und Gründer der Bewegung „Auch Schiedsrichter brauchen Liebe“, zählten zu den Teilnehmern.
„Wenn ich zurückblicke, dann hat sich nichts geändert“, sagte der einstige Weltklasse-Stürmer Weah. „Ich habe rassistische Beleidigungen erlebt, als der Rassismus seinen Höhepunkt erreichte. Aber wir reden auch heute noch darüber. Und deshalb kämpfen wir, wir versuchen, junge Menschen zu erziehen, damit sie zu liebevollen Menschen heranwachsen und nicht nur zu Menschen, die das Spiel lieben. Diskriminierung hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.“