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Seguin gefällt Herthas neuer Stil: „Passen gut zusammen“

Hertha kann am Sonntag gegen Fürth den Startrekord ausbauen. Mittelfeldspieler Seguin sieht Parallelen zu seinem früheren Verein, der unter Trainer Leitl den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.

Von dpa

10.10.2026

Paul Seguin ist von Herthas Höhenflug nicht überrascht. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

Paul Seguin ist von Herthas Höhenflug nicht überrascht. (Archivbild)Andreas Gora/dpa

© Andreas Gora/dpa

Für Paul Seguin kommt die derzeitige Erfolgsserie von Hertha BSC in der 2. Fußball-Bundesliga trotz des personellen Umbruchs nicht überraschend. Nach den Abgängen der Starspieler um Fabian Reese hatte Hertha-Trainer Stefan Leitl eine neue Spielphilosophie mit aktiverem und dominanterem Fußball implementiert. 

„Du hast schon in der Vorbereitung gemerkt, dass es gut wirkt. Vielleicht auch mal wild, aber es funktioniert“, sagte der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler der „Berliner Morgenpost“ vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag (13.30 Uhr/Sky). Hertha hat die ersten sechs Ligaspiele gewonnen und ist auch im DFB-Pokal eine Runde weitergezogen.

Angesichts der zahlreichen Abgänge vor der Spielzeit hat der Vize-Kapitän auch innerhalb der Mannschaft eine andere Rolle übernommen und fühlt sich verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen. Seine Kommunikation auf dem Platz überträgt sich dabei auf die Mitspieler, die mittlerweile auch mehr kommunizieren. „Dadurch kommt Selbstverständlichkeit in die Gruppe.“

Döner und Oktoberfest

Auch außerhalb des Platzes herrscht ein gutes Klima. Der gemeinsame Döner nach Auswärtsfahrten unterstreicht die Einheit der Mannschaft. Und auch der Besuch des Oktoberfestes in München nach dem 2:2 im Testspiel beim Bundesligavierten FC Augsburg tut dem Team gut. 

„Das war ein super Abend. Da haben wir uns auch mal ein paar Bier genehmigt. Das schweißt zusammen, wenn du mal einen miteinander trinkst. Da wirst du auch lockerer“, sagte der gebürtige Magdeburger, „wir passen alle gut zusammen. Jeder gönnt es dem anderen und jeder hat das Gefühl, gebraucht zu werden und dazuzugehören.“

Ziel Bundesliga

Zugleich zieht der Sohn des früheren DDR-Nationalspielers Wolfgang Seguin Parallelen zu seinem früheren Verein Fürth, mit dem Seguin 2021 gemeinsam mit Leitl in die Bundesliga aufgestiegen war. Die Mischung habe damals „einfach gepasst. Das ist schon so ähnlich wie jetzt hier bei Hertha.“ 

Doch nach sechs Spieltagen mit der optimalen Punkteausbeute von 18 Zählern werde nicht über die nationale Beletage geredet, auch wenn Seguin bereits vor der Spielzeit in einem Interview das Ziel Bundesliga ausgegeben hatte: „Natürlich möchte ich mit Hertha in der Bundesliga spielen. Aber wir sind gut beraten, auf dem Boden zu bleiben.“

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