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Schwesig: Die AfD ist eine „gefährliche Partei“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) warnt vor der AfD: Die Partei sei gegen Mindestlohn und Tariflöhne – und gefährde die hart erkämpften Freiheiten seit 1989.

Von dpa

28.01.2026

Ministerpräsidentin Schwesig: Die AfD ist eine „gefährliche Partei“ Elisa Schu/dpa

Ministerpräsidentin Schwesig: Die AfD ist eine „gefährliche Partei“ Elisa Schu/dpa

© Elisa Schu/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hält die AfD für eine „gefährliche Partei“. „Ich verstehe den Unmut der Menschen“, sagte Schwesig im Stern-Interview. „Trotzdem ist es falsch, deswegen die AfD zu wählen, weil sie eine gefährliche Partei ist.“ Mit ihr würde nichts besser werden, sondern vieles schlechter. „Sie gebärdet sich ja auch nur als Ostpartei“, sagte die Sozialdemokratin, die bei der kommenden Landtagswahl am 20. September als Ministerpräsidentin bestätigt werden will. „In Wahrheit steht sie gegen die Interessen der Ostdeutschen“, sagte Schwesig, sei beispielsweise gegen den Mindestlohn oder gegen Tariflöhne.

„Der Patriotismus der AfD ist eine ebenso große Heuchelei“, sagte Schwesig. „Wer Trump derart unterstützt, verrät die deutschen Interessen.“ Zudem versuche sie in Bürgergesprächen zu erklären, warum die AfD keine „Friedenspartei“ sei, wie die rechtspopulistische Partei proklamiert. „Sie stützt Putin und damit auch dessen Angriffskrieg“, sagte Schwesig. 

Schwesig hofft, dass weniger Menschen für die AfD stimmen werden

Die Ministerpräsidentin zeigte sich zuversichtlich, dass bei der Landtagswahl weniger Menschen für die AfD stimmen werden, als die Umfragen aktuell suggerieren. „Die große Mehrheit will nicht, dass das, was 1989 und 1990 erkämpft wurde – Meinungsfreiheit, Kulturfreiheit, Pressefreiheit – eingeschränkt wird oder gar verloren geht.“ Sie wolle das auch nicht, fügte Schwesig hinzu. „Ebenso wenig, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern ähnliche Verhältnisse wie in den USA bekommen. Dort kann man sehen, was es bedeutet, wenn ein Präsident den demokratischen Rechtsstaat aushöhlt.“