dpa

Schwarzer Hautkrebs: Schleswig-Holstein mit hoher Rate

In Schleswig-Holstein ist schwarzer Hautkrebs besonders häufig. Wieso konsequenter UV-Schutz ratsam ist, zeigen vor allem die Diagnosezahlen bei älteren Menschen.

Von dpa

31.07.2026

Wer auf Sonnenschutz verzichtet, riskiert laut der Barmer-Landesvorsitzenden Anneke Riehl nicht nur akute Hautschäden. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wer auf Sonnenschutz verzichtet, riskiert laut der Barmer-Landesvorsitzenden Anneke Riehl nicht nur akute Hautschäden. (Symbolbild)Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Schwarzer Hautkrebs betrifft in Schleswig-Holstein nach Angaben der Krankenkasse Barmer so viele Menschen wie in fast keinem anderen Bundesland. Wie eine Analyse des Barmer-Arztreports, basierend auf ambulanten Diagnosedaten, zeigt, wurde bei 8,9 von 1.000 Menschen im nördlichsten Bundesland der Hautkrebs diagnostiziert - hochgerechnet sind das etwa 26.000 Betroffene im Land. Nur Hessen und Bayern verzeichneten 2024 noch höhere Diagnosewerte.

Somit lag die Diagnoserate in Schleswig-Holstein 11 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 8,0 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. „Die Zahlen zeigen, wie wichtig ein bewusster Umgang mit UV-Strahlung ist“, sagte die Landgeschäftsführerin der Krankenkasse Anneke Rieh. „Wer auf Sonnenschutz verzichtet, riskiert nicht nur akute Hautschäden wie Sonnenbrand, sondern erhöht auch langfristig sein Hautkrebsrisiko.“

Daher ruft die Landesvorsitzende besonders in den Sommermonaten zu konsequentem UV-Schutz auf. „Bei Aktivitäten im Freien sollte die Haut durch Sonnenschutzmittel und geeignete Kleidung geschützt werden“, betonte sie. Kinder bräuchten dabei besondere Aufmerksamkeit - ihre empfindliche Haut erfordere einen hohen Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung und Schatten.

Besonders ältere Altersgruppen zeigten, wie stark UV-Schäden langfristig wirken. So wurde der Barmer zufolge bei den 70- bis 89-Jährigen in Schleswig-Holstein schwarzer Hautkrebs sogar bei 22,5 Betroffenen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern diagnostiziert. Auch dieser Wert liege rund zehn Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt der Altersgruppe.