Schelfkirche in Schwerin einsturzgefährdet - Weltkulturerbe
Eine Großspende von zwei Stiftungen aus Hamburg soll helfen, die Finanzierungslücke für die dringend nötige Sanierung zu schließen. Die Kosten gehen in die Millionen.
Die Sanierung der Schelfkirche soll rund 3,8 Millionen Euro kosten. (Archivbild)picture alliance / ZB
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Die 300 Jahre alte barocke Schelfkirche gehört als Teil des Schweriner Residenzensembles zum Unesco-Weltkulturerbe - jetzt ist sie einsturzgefährdet. Für die dringend notwendige Sanierung haben nun zwei Hamburger Stiftungen 750.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Gesamtkosten werden nach Angaben der Hermann Reemtsma Stiftung und der Dorit & Alexander Otto Stiftung auf rund 3,8 Millionen Euro geschätzt. Trotz fast 2,3 Millionen Euro Städtebaufördermitteln des Landes, Geld vom Kirchenkreis und Bemühungen um Spenden klafft ein Loch in der Finanzierung, wie es weiter hieß. Am Sonntag fand ein Benefizkonzert in der Kirche statt.
Die Spende der beiden Hamburger Stiftungen soll helfen, die noch bestehende Finanzierungslücke zu schließen. Beide Stiftungen hatten den Angaben zufolge zuletzt in einem gemeinsamen Vorgehen bereits die Turmsanierung der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis unterstützt.
Was hat den Schaden verursacht?
Nach Angaben der beiden Stiftungen war in früherer Zeit Feuchtigkeit in das Dachtragwerk eingedrungen, so dass sich unentdeckt großflächig Fäulnis und Hausschwamm im Mauerwerk und in den Dachbalken ausbreiteten. „Die Konstruktion ist so geschwächt, dass ein Gerüstturm im Innenraum aufgestellt werden musste, der die Gewölbelast abfängt und den Einsturz verhindert“, hieß es. Das Sanierungskonzept sehe die Ertüchtigung der Dachkonstruktion, die Ausbesserung des Mauerwerks und die Neueindeckung des Daches vor.