Schadenssumme durch Straftaten in Thüringen steigt deutlich
Betrug, Fälschung, Diebstahl: Trotz teils weniger Fälle ist der von Straftätern verursachte finanzielle Schaden in Thüringen 2025 kräftig gestiegen. Welche Delikte fallen dabei besonders ins Gewicht?
In Thüringen ist im vergangenen Jahr durch Straftaten ein Schaden von rund 112 Millionen Euro entstanden. (Symbolbild)Monika Skolimowska/dpa
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Der durch Straftaten in Thüringen verursachte Schaden ist im vergangenen Jahr auf rund 112 Millionen Euro gewachsen. Das sind rund 15,2 Millionen Euro mehr als 2024, wie aus der kürzlich vorgestellten polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Der größte Anteil entfiel demnach mit rund 66,1 Millionen Euro auf Vermögens- und Fälschungsdelikte. Durch Diebstähle unter anderem von Autos, Fahrrädern und Wertgegenständen aus Wohnungen wurde 2025 ein Schaden von 44,6 Millionen Euro im Freistaat verzeichnet.
Vermögens- und Fälschungsdelikte bilden mit 18,3 Prozent einen großen Anteil an der Gesamtkriminalität in Thüringen. Mit insgesamt 26.539 derartigen Straftaten ist laut Polizei im vergangenen Jahr aber erstmals seit 2019 wieder ein Rückgang der Fallzahlen zu verzeichnen gewesen. Darunter waren 19.611 Betrugsfälle. Aber auch Veruntreuungen, Unterschlagungen, Urkunden- und Geldfälschungen sowie Insolvenzstraftaten zählen zu den Vermögens- und Fälschungsdelikten. Bei den Betrugsfällen hat sich die Zahl 2025 im Vergleich zum Vorjahr in Thüringen zwar verringert, allerdings stieg die Schadenssumme deutlich.