Einschussloch an Imbiss: Neuer Fall für Sonderermittler
Jetzt meldet der Betreiber eines Imbisses in Berlin-Schöneberg ein Einschussloch. Die Ermittler stellen erneut Patronenhülsen sicher und schalten eine besondere LKA-Einheit ein.
Die Polizei wurde erneut wegen eines Einschussloches alarmiert. (Symbolfoto)Malin Wunderlich/dpa
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Die Serie von Schüssen in Berlin reißt nicht ab. Der Betreiber eines Imbisses am Nollendorfplatz alarmierte am Sonntagmorgen die Polizei, nachdem er gegen 6.00 Uhr festgestellt hatte, dass sich im Speiseausgabenfenster seines Geschäftes ein Einschussloch befand. Da teilten die Ermittler in der Hauptstadt mit.
Polizisten sicherten vor Ort Spuren und stellten zwei Patronenhülsen sicher. Verletzt wurde niemand. Zum möglichen Hintergrund machte die Polizei keine Angaben. Die Sondereinheit „Ferrum“ des Landeskriminalamtes (LKA) übernimmt die Ermittlungen.
Die Sondereinheit „Ferrum“
Die Polizei hatte die Sondereinheit im November 2025 eingerichtet - „Ferrum“ ist lateinisch für „Eisen“. Die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ nach (lateinisch für „Waffe“). Seit Gründung von „Ferrum“ wurden rund 280 Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Immer wieder fallen in Berlin Schüsse, allein in der vergangenen Woche hatte es mehrere Fälle gegeben. Die Ermittler verorten viele Taten im kriminellen Milieu. Oft handelt es sich laut Polizei um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Nicht alle Fälle ordnen die Ermittler der organisierten Kriminalität zu.