Über 40 Objekte in Kiel wegen Drogenkriminalität durchsucht
Wegen mehr als 30 Ermittlungsverfahren durchsucht die Polizei in Kiel zahlreiche Gebäude. Im Stadtteil Gaarden kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Rund 400 Einsatzkräfte sind beteiligt. (Symbolbild)Jens Büttner/dpa
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Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität im Drogenmilieu hat die Polizei im Kieler Stadtteil Gaarden mehr als 40 Objekte durchsucht. Rund 400 Polizisten und zehn Staatsanwälte waren im Einsatz. Hintergrund der Aktion sind mehr als 30 Ermittlungsverfahren wegen Drogendelikten. Aufgrund der Vielzahl der Objekte benötigte die Polizei erhebliche Kräfte, um alle gleichzeitig zu sichern.
Daher waren nicht nur Angehörige der Bereitschaftspolizei im Einsatz, sondern laut Polizei und Staatsanwaltschaft auch Spezialkräfte aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Bei den Durchsuchungen wurden diverse Beweismittel, darunter Mobiltelefone, Bargeld und weitere tatrelevante Gegenstände, sichergestellt. Zudem wurden drei Männer festgenommen. Sie sollen im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.
Einzelne Maßnahmen vor Ort dauern zudem noch an und können sich bis in den frühen Nachmittag erstrecken. Am Morgen führten zahlreiche Straßensperrungen im Stadtteil Gaarden zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei riet, das Gebiet weiträumig zu umfahren.
Ermittler planten umfassendere Strategie
Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, hat sich der Straßenhandel zunehmend in Wohnungen verlagert, aus denen rund um die Uhr Drogen an Konsumenten verkauft werden. Wegen des Entdeckungsrisikos lagern die Täter den Angaben nach dort jedoch nur geringe Mengen. Bisher gelang es nicht, den Handel dauerhaft zu stoppen.
Deshalb planten die Ermittler über mehrere Monate eine umfassendere Strategie. Ziel war es, die Täter daran zu hindern, auf Durchsuchungen einzelner Objekte rechtzeitig zu reagieren und Beweise oder Drogen zu verstecken. In verdeckten Ermittlungen identifizierten sie dabei mehrere mutmaßlich Beteiligte und tatrelevante Objekte.