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Prozess um Autoanschlag – Betroffene sagen aus

Im Prozess um den tödlichen Auto-Anschlag von München vor einem Jahr schweigt der Angeklagte zur Tat – doch andere sprechen.

Von dpa

26.02.2026

Der Angeklagte schweigt - dafür sprechen die Opfer. (Archivbild) Peter Kneffel/dpa

Der Angeklagte schweigt - dafür sprechen die Opfer. (Archivbild) Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

Im Prozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration in München haben nun die Betroffenen das Wort. Am Donnerstag will das Oberlandesgericht (OLG) München acht Geschädigte als Zeugen vernehmen.

Mehr als 40 Menschen waren verletzt worden, als ein heute 25 Jahre alter Afghane vor etwas mehr als einem Jahr in die Demonstration in der Nähe des Münchner Stiglmaierplatzes gerast war. Eine Frau und ihre zwei Jahre alte Tochter starben.

Der Angeklagte, der unter Terrorverdacht und wegen zweifachen Mordes sowie 44-fachen versuchten Mordes vor Gericht steht, hatte zum Prozessauftakt Aussagen zur Tat und auch zu seiner Person verweigert.

Dafür äußerte er sich ohne Worte: Er hob für die Kameras den rechten Zeigefinger nach oben – eine verbreitete Geste unter Muslimen weltweit, die den Glauben an den einen und einzigartigen Gott symbolisieren soll und die zuweilen auch als Erkennungszeichen unter Islamisten gilt. Die Ermittler gehen von islamistischem Terrorismus als Motiv aus.

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