Prozess nach Schüssen im Streit zwischen Security-Firmen
Nach Schüssen auf einen Security-Mitarbeiter beginnt der Prozess gegen die mutmaßlichen Schützen. Im Fokus: ein Streit zwischen Sicherheitsdiensten, in den auch die Justiz verwickelt sein soll.
Auch die Politik dürfte den Prozess um die Schüsse von Tamm verfolgen. (Archivbild)Bernd Weißbrod/dpa
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Nach Schüssen auf den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes in Tamm nahe Ludwigsburg beginnt vor Gericht der erste große Prozess um den mutmaßlichen Streit zwischen zwei konkurrierenden Security-Firmen. Zwei Niederländer sollen im Auftrag anderer geschossen haben. Sie sind wegen gemeinschaftlichen versuchten Mordes angeklagt. Der Fall ist Teil eines größeren Ermittlungskomplexes rund um einen mutmaßlichen Streit konkurrierender Security-Firmen.
Die Sonderkommission „Frost“ untersucht neben den Schüssen in Tamm auch weitere Vorfälle in der Region – darunter einen Autobrand und Schüsse in Ludwigsburg. Im Zuge dieser Ermittlungen war zudem ein Korruptionsskandal aufgedeckt worden: Gegen zwei Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Stuttgart und drei weitere Verdächtige wurde bereits Anklage erhoben. Die mutmaßlichen Auftraggeber sollen nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft sowohl für die Bestechung als auch für die Schüsse in Tamm verantwortlich sein.
Was haben zwei Angriffe auf ein Sicherheitsunternehmen mit weiteren Vorfällen rund um Ludwigsburg zu tun? Die Polizei ermittelt. Bernd Weißbrod/dpa
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