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Protest gegen Aus für Geburtsstation in Potsdam

Eine Geburtenstation in Potsdam schließt, Tausende wollen das nicht hinnehmen. Beschäftigte müssen sich neue Jobs suchen.

Von dpa

07.07.2026

Das Ernst von Bergmann schließt medizinischen Bereiche und reagiert damit nach eigenen Angaben auf Vorgaben der Krankenhausreform. (Symbolfoto) Soeren Stache/dpa

Das Ernst von Bergmann schließt medizinischen Bereiche und reagiert damit nach eigenen Angaben auf Vorgaben der Krankenhausreform. (Symbolfoto) Soeren Stache/dpa

© Soeren Stache/dpa

Die angekündigte Schließung der Geburtstation am Alexianer St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam löst Enttäuschung und Protest aus. Eine Online-Petition kam bis zum Nachmittag auf fast 7.000 Unterstützer-Unterschriften. 

„Statt der Schließung brauchen wir Lösungen. Unzählige Hebammen und Ärzte stehen vor dem Aus“, hieß es in dem Aufruf zur Rettung der Geburtstation. Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam will künftig die Patienten für die Geburtsklinik übernehmen.  Zuvor berichtete die „Märkische Allgemeine Zeitung“. 

Am Montag wurde bekannt, dass die beiden großen Krankenhäuser in Potsdam ab August ihre Leistungen als Folge der Krankenhausreform einschränken. Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam wird die Bereiche Orthopädie und Gefäßchirurgie künftig nicht mehr vorhalten. Das Alexianer St. Josefs-Krankenhaus Potsdam kündigte an, sich zum 1. August aus den Bereichen Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe zurückzuziehen. 

„Die neuen gesetzlichen Anforderungen führen dazu, dass medizinische Leistungen künftig stärker konzentriert werden müssen, um die vorgegebenen Qualitätskriterien dauerhaft erfüllen zu können“, sagte der Regionalgeschäftsführer der Alexianer, Alexander Mommert laut Mitteilung.

Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind davon nach Angaben eines Sprechers betroffen. Für Ärzte und Hebammen - sie machten etwa zwei Drittel der Betroffenen aus - gebe es derzeit keine Perspektive für eine weitere Beschäftigung, hieß es. Für Pflege- und Funktionspersonal würden Möglichkeiten in Partnerkliniken ausgelotet.

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