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Polizei stellt Zigarettenschachtel mit Bankkarten sicher

Hamburger Zivilfahnder beobachten zwei Verdächtige auf einer Shoppingtour. Bei einer Kontrolle versucht einer der Männer, eine ihm unangenehme Schachtel loszuwerden.

Von dpa

08.04.2026

Nach einer Shoppingtour mit vermutlich gestohlenen Bankkarten hat die Hamburger Polizei zwei mutmaßliche Betrüger festgenommen. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

Nach einer Shoppingtour mit vermutlich gestohlenen Bankkarten hat die Hamburger Polizei zwei mutmaßliche Betrüger festgenommen. (Symbolbild)Marcus Brandt/dpa

© Marcus Brandt/dpa

Bei einer Polizeikontrolle in Hamburg hat ein verdächtiger Mann eine Zigarettenschachtel mit gestohlenen Bankkarten diskret verschwinden lassen wollen. Nach Polizeiangaben erklärte der 40-jährige Autofahrer, ihm sei übel, und ging ein paar Schritte zur Seite. Dort habe er die Schachtel fallengelassen und versucht, in ein Kleingartengelände zu flüchten. Die Beamten konnten den 40-Jährigen festnehmen. 

In der Zigarettenpackung entdeckten sie mehrere Bankkarten unterschiedlicher Eigentümer aus nahezu dem gesamten Bundesgebiet. Sie stellten die mutmaßlich gestohlenen Karten sicher und nahmen auch den Beifahrer fest. Der 30-Jährige sei der Polizei wegen Eigentumsdelikten bereits bekannt, hieß es. 

Vor der Kontrolle am Dienstag hätten sich die beiden Männer am Steindamm in der Nähe des Hauptbahnhofs konspirativ verhalten, was zwei Zivilfahndern auffiel. Die Beamten folgten den Verdächtigen, die mehrere Geschäfte in Oststeinbek (Kreis Stormarn) besuchten und mit Waren verließen. In einem Laden im Hamburger Stadtteil Farmsen-Berne kauften die Männer für knapp 1.000 Euro ein Fahrrad mit Zubehör und zahlten dabei mit Karte, wie die Polizei weiter mitteilte. 

Anschließend habe der 40-Jährige eine unsichere Fahrweise gezeigt und sei über eine rote Ampel gefahren. Eine Funkstreife stoppte den Wagen, um die Fahrtüchtigkeit des Fahrers zu überprüfen. Nach der Festnahme der beiden Verdächtigen durchsuchte die Polizei die Wohnung des 30-Jährigen in Hamburg-Hamm und stellte weitere Beweismittel sicher. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der 40-Jährige freigelassen, während der 30-Jährige vor einen Haftrichter kommen sollte.

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