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Pilzsaison startet: Was Sammler beachten müssen

Den Korb geschnappt und ab in den Wald: Für viele Pilzliebhaber beginnt jetzt eine der besten Zeiten des Jahres. Doch Vorsicht, es lauern auch Gefahren.

Von dpa

20.09.2026

Die Pilzsaison geht bis Ende November. (Symbolbild) Frank Hammerschmidt/dpa

Die Pilzsaison geht bis Ende November. (Symbolbild) Frank Hammerschmidt/dpa

© Frank Hammerschmidt/dpa

So langsam geht es los - die Pilzsaison startet wieder in Sachsen-Anhalt. Gerade die großen Waldgebiete wie der Harz, der Fläming oder die Dübener Heide ziehen dann erneut viele Pilzsammlerinnen und Pilzsammler an, die ihr Körbchen bis zum Rand befüllen wollen. Doch wie steht es eigentlich um die Pilze in diesem Jahr?

„Bisher reden wir nicht von einem guten Pilzjahr“, sagt Martin Groß, Vorsitzender des Landesverbandes der Pilzsachverständigen in Sachsen-Anhalt (LVPS). Zu trocken sei der Sommer gewesen. Dennoch hat er Hoffnung: „Der September und der Oktober können das noch herausreißen.“

Pilzsaison endet mit erstem Frost

Entscheidend sei laut Groß die Feuchtigkeit der Böden. „Wenn wir sehr viel Regen und Sonnenschein haben, erwarten wir ein gutes Pilzwachstum“, sagt er und sieht den aktuell vermehrt aufkommenden Regen als gute Voraussetzung: „Wir rechnen damit, dass wir bis Ende September ein erquickliches Pilzwachstum haben.“

Ganz generell dauere die Pilzsaison laut Groß von Ende April bis Ende November. Auf verschiedene Frühjahrspilze folgen im Jahresverlauf andere Arten, mit der Hochphase ab September. Mit dem ersten Frost endet dann meist die Saison.

Gute Saison für Steinpilze

Wichtig für Sammler sei, zu wissen, wo man suchen muss. Es gäbe auch in Sachsen-Anhalt lokale Unterschiede. „Man muss wissen, wo man hingeht und wie viel Wasser dort fällt“, so Groß weiter, der mit dem Steinpilz, der Krausen Glucke oder dem Riesenschirmpilz auch einige Pilzfavoriten hat. Dabei kommt gerade dem Steinpilz der warme Sommer sogar zugute: „Steinpilze sind wärmeliebend und brauchen Wasser und warme Sommer.“

„Nur sammeln, was man wirklich kennt“

Doch neben all den Tipps für ein erfolgreiches Sammelerlebnis macht Groß auch erneut auf die Gefahren aufmerksam. Wenn man den falschen Pilz, wie zum Beispiel den Grünen Knollenblätterpilz oder den Gift-Häubling, im Korb hat, kann das tödlich enden. Man solle daher unbedingt „nur das sammeln, was man wirklich genau kennt“.

Wer hingegen Pilze gesammelt hat und sich bei einem Pilz nicht sicher ist, soll die vorhandenen Pilzberatungsstellen im ganzen Bundesland aufsuchen oder anrufen. Eine interaktive Karte sowie eine Liste aller Pilzberatungsstellen findet man auf der Website des Landesverbandes. Dann steht einer erfolgreichen Suche nichts mehr im Weg.