Pflege im Heim kostet 250 Euro mehr als vor einem Jahr
Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim steigen auch in Thüringen weiter. Was hinter den wachsenden Kosten steckt und wo es bundesweit am teuersten ist.
Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind in Thüringen weiter gestiegen. (Symbolbild)Marijan Murat/dpa
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Pflegebedürftige und ihre Angehörigen müssen in Thüringen mehr für einen Platz im Pflegeheim zahlen als noch vor einem Jahr. Wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) ergab, liegt die monatliche Eigenbeteiligung im ersten Jahr im Freistaat seit dem 1. Juli bei durchschnittlich 3.163 Euro. Das sind rund 250 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Damals lag die Zuzahlungen bei 2.909 Euro, wie Daten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Wie viel für einen Platz im Pflegeheim gezahlt wird, ist regional sehr unterschiedlich. Den Angaben nach war im Ländervergleich die Heimpflege im ersten Jahr in Bremen am teuersten mit durchschnittlich 3.761 Euro im Monat. Am niedrigsten war die monatliche Belastung im ersten Jahr in Heimen in Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro. Im bundesweiten Schnitt lagen die Kosten, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, bei durchschnittlich 3.364 Euro - das war ein Plus um 256 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Die Eigenbeteiligung setzt sich aus dem Eigenanteil für die Pflege sowie den Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Investitionen und Umlagen für Ausbildungskosten zusammen. Nach Angaben des vdek sind vor allem die pflegebedingten Aufwendungen gestiegen. Als Grund nennt der Verband unter anderem höhere Personalkosten infolge besserer Bezahlung von Pflegekräften.
Je länger jemand in einem Pflegeheim ist, desto stärker greifen allerdings Zuschüsse der Pflegekassen. Damit sinkt die Belastung mit der Aufenthaltsdauer. Ab dem zweiten Jahr im Pflegeheim liegt die Eigenbeteiligung in Thüringen bei 2.857 Euro, ab dem dritten Jahr bei 2.448 Euro und ab dem vierten Jahr bei 1.936 Euro, wie es hieß.