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Ohne Kandidatur: Mirko Domaschke Nebelschützer Bürgermeister

Mirko Domaschke wird Bürgermeister in Nebelschütz – obwohl sein Name gar nicht auf dem Stimmzettel stand. Das kommunale Wahlrecht macht es möglich.

Von dpa

28.09.2026

In Nebelschütz fand am Sonntag die zweite Runde der Bürgermeisterwahl statt. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

In Nebelschütz fand am Sonntag die zweite Runde der Bürgermeisterwahl statt. (Archivbild)Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

© Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Ohne für die Wahl kandidiert zu haben, ist Mirko Domaschke zum Bürgermeister vom ostsächsischen Nebelschütz gewählt worden. Beim zweiten Wahldurchgang bekam der 48-Jährige 332 Stimmen, wie die Gemeinde im Landkreis Bautzen mitteilte. Obwohl sein Name wie bereits im ersten Durchgang am 6. September nicht auf dem Stimmzettel stand, setzte er sich damit gegen den einzigen offiziell angetretenen Kandidaten Thomas Klar (parteilos, 304 Stimmen) durch. 

Möglich machte das eine Besonderheit im kommunalen Wahlrecht: Wenn nur ein Kandidat antritt, können Wähler auch einen Namen auf den Stimmzettel schreiben. Bereits beim ersten Durchgang hatte Domaschke so die meisten Stimmen erhalten. Auf die im ersten Wahlgang nötigen mehr als 50 Prozent kam er jedoch knapp nicht. Daher wurden die Nebelschützer erneut an die Wahlurnen gebeten. Bei der zweiten Runde gewinnt, wer die meisten Stimmen erhält.

Die Bürgermeisterwahl war nötig geworden, nachdem Amtsinhaber André Bulang (parteilos) im Mai wegen persönlicher Angriffe überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte.

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